1:3 (1:1) in Karlsruhe ­ Aber couragierter Auftritt

Foto: W. Scholz 

Der SV Meppen musste sich am 34. Spieltag beim starken Tabellenzweiten Karlsruher SC nach eigener Führung durch Nick Proschwitz dann doch geschlagen geben. Das Team von Cheftrainer Christian Neidhart zeigte über weite Strecken einen sehr guten Auftritt und konnte mit dem Aufstiegskandidaten mithalten.

12.562 Zuschauer (darunter knapp 200 Emsländer) sorgten im traditionsreichen Wildparkstadion für eine fantastische Stimmung. Für Thilo Leugers (Gelbsperre), Marco Komendaund René Guder spielten Jovan Vidovic, Hassan Amin und Deniz Undav.

Die erste Chance hatten die Karlsruher als KSC-Kapitän Anton Fink nach einer Flanke direkt abzog. Mit gutem Einsatz und Konzentration konnte der SVM aber gerade in der Anfangsphase gegen das Spitzenteam überzeugen. Nach einer Hereingabe von Hassan Amin verwandelte wieder Nick Proschwitz zur Meppener 1:0-Führung (17.). Es war bereits der 13. Saisontreffer des 32-jährigen Torjägers. Der KSC erhöhte den Druck. Marvin Pourié glich in der 25. Minute zum 1:1 gekonnt aus. So ging es zur Halbzeit in die Kabinen.

In den zweiten 45 Minuten blieb das Spiel ausgeglichen, weil der SVM weiter beherzt agierte. Hassan Amin kam über links zu einem sehenswerten Schuss, den der KSC-Keeper Uphoff aber klasse abwehren konnte (56). Dann wurde es aufregend: Max Kremer kam in sehr aussichtsreicher Position im Elfmeterraum zu Fall. Schiedsrichter Bastian Börner hatte hier aber kein Foulspiel erkannt. Eine Fehlentscheidung, wie sich am Ende herausstellte.

Karlsruhe zog erneut das Tempo an. Nach Flanke von Marc Lorenz konnte Christoph Kobald auf 2:1 für die Badener erhöhen (68.). In der 82. Minute dann die Entscheidung: Der KSC fing einen Pass von Marcus Piossek ab und konterte schnell. Pourié erhielt links den Ball und traf trocken unten links zum 3:1. SVM-Keeper Erik Domaschke verhinderte gegen Martin Röser einen weiteren KSC-Treffer (87.).

SVM-Cheftrainer Christian Neidhart in der anschließenden Pressekonferenz: „Wir haben trotz der Niederlage ein gutes Spiel gemacht. Ärgerlich war der nicht gegebene Elfmeter – für mich der Knackpunkt. Der Spieler vom KSC sagt selber, dass er den geben muss, weil er ihn runterzieht. Wenn wir da 2:1 in Führung gehen, wird das verdammt schwierig für Karlsruhe. Wir müssen jetzt zu Hause punkten, damit wir sicher in der Liga bleiben.“

Der SV Meppen fährt bereits am Mittwoch (24. April) zum Pokalhalbfinalspiel zum TSV Havelse. Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr.

Von: Thomas Kemper