2. FBL - Nach dem Pokalhighlight muss das Stroot-Team nach Hohen-Neuendorf

BW Hohen Neuendorf zum Zweiten

Nach dem Pokal- nun der Ligavergleich

Der 7. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga Nord steht vor der Tür und für den SV Meppen ist dies gleichbedeutend mit der Auswärtsaufgabe beim Ligakonkurrenten BW Hohen Neuendorf. Die Begegnung wird am Sonntag bereits um 11 Uhr auf der ‚Anlage an der Niederheide« angepfiffen.

Damit heißt es für die Frauen willkommen zurück im Ligaalltag, nachdem man am vergangenen Sonntag noch den Ausflug in die 3. Runde des diesjährigen DFB-Pokal gegen den SV Werder Bremen – trotz Niederlage – genießen durfte.

In der aktuellen Saison ist es bereits das zweite Aufeinandertreffen. Denn wiederum im DFB-Pokal hatte das Stroot-Team im August bereits die Hürde BW Hohen Neuendorf zu nehmen. Dies gelang mit 5-1 vermeintlich souverän. Jedoch konnte der Erfolg erst in der Nachspielzeit „eingetütet“ werden. Grund genug auch für Trainer Tommy Stroot den warnenden Zeigefinger zu heben und darauf aufmerksam zu machen, dass dieses Spiel kein Selbstläufer wird, denn zumindest in den 90 Minuten vor der Verlängerung ist es dem damaligen und jetzigen Gastgeber gelungen, dem SVM das Leben zu erschweren.

Daraus resultierend wird das Spiel in dem nördlich von Berlin gelegenen kleinen brandenburgischen Städtchen auch keinen Spielraum für Experimente lassen. Die Tabellenkonstellation – BW Hohen Neuendorf steht nach sechs Spieltagen noch punktefrei am Tabellenende – hätte den ein oder anderen Außenstehenden vermuten lassen können, dass die ein oder andere Spielerin aufgrund der insgesamt sehr intensiven Spielweise eine Pause erhält. Darauf will sich Stroot keinesfalls einlassen. „Das entspricht nicht unserer Philosophie, wäre zudem ein überhebliches und dem Gegner gegenüber auch respektloses Zeichen. Es werden die Spielerinnen spielen, die bei nötiger Frische und Fitness zum Profil des Gegners passen. Da machen wir keine Unterschiede zwischen Duisburg und Hohen Neuendorf.“

Während man aufgrund der Verjüngung und des größeren Umbruchs beim SV Meppen zu Saisonbeginn und somit auch im ersten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften noch nicht final habe einschätzen können, wo das Meppener Team innerhalb der Liga wird stehen können, hat die Mannschaft in den letzten Wochen jedoch eine Entwicklungs- und Reifeprozess hingelegt, der klarmacht, wer an diesem Sonntag Favorit ist.

Das unmissverständliche Ziel von weiteren drei Punkten hat Sarah Meiners bereits direkt nach Abpfiff der Pokalbegegnung vorgegeben. Das 1-3 gegen Werder Bremen hat nur kurzzeitig Enttäuschung hinterlassen. „Die Stimmung ist trotz der Niederlage unverändert gut. Wir beurteilen Spiele nicht nur nach dem Ergebnis, sondern vor allem nach der Art und Weise. Und die hat gegen Bremen gestimmt“, lässt Stroot keine Zweifel an der Fokussierung der Mannschaft aufkommen.

Personell wird der SVM mit Ausnahme von Nele Schomakers wieder auf alle Spielerinnen zurückgreifen können. Die zuletzt erkrankten oder verletzten Akteurinnen sind inzwischen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. (ml)