2.FBL - SVM muss beim VfL Wolfsburg II ran

Kleines „Derby“ zweier junger Mannschaften

Der 6. Spieltag steht vor der Tür und an selbigem gastieren die Zweitligafrauen des SV Meppen am Sonntag um 14 Uhr beim VfL Wolfsburg II. Die Vorzeichen zu diesem Spiel lesen sich wie folgt: der Gastgeber aus der VW-Stadt ziert mit 4 Punkten und 4:7 Toren Tabellenplatz 8; der SV Meppen wird von Platz 2 grüßend mit 14:3 Toren seine Aufwartung machen. Die nackten Zahlen sprechen für den SV Meppen und aufgrund der jüngsten Erfolge und der weiteren sportlichen Entwicklung ist die Mannschaft mit einem Selbstvertrauen ausgestattet, welches das Team willens macht, die Favoritenrolle anzunehmen.

Dennoch ist es angebracht, die Erwartungen vor diesem Spiel zurückhaltend zu äußern. Die mannschaftlichen Voraussetzungen sind in Teilen durchaus vergleichbar: Beide Teams schicken in dieser Saison eine sehr junge Truppe in den Zweitligaalltag. Das Durchschnittsalter der SVM-Frauen liegt bei etwas über 20 Jahren und auch in der Bundesligareserve des VfL Wolfsburg tummeln sich junge Spielerinnen, die ihre Perspektive in der ein oder anderen DFB-Juniorinnen- oder U20-Auswahlmannschaft bereits zum Ausdruck gebracht haben und etablierten Kräften der Bundesligamannschaft nacheifern. Das ganze unter hervorragenden Rahmenbedingungen in Wolfsburg.

Zudem scheint sich das Wolfsburger Team mit dem weiteren Verlauf der aktuellen Saison zu finden. Die bisherigen vier Zähler wurden an den letzten beiden Spieltagen eingefahren. Einem 3-0 Erfolg gegen den KSV Holstein Kiel folgte am vergangenen Spieltag ein achtbarer Punktgewinn beim Herforder SV. Etwas überraschend erschien am 2. Spieltag die Niederlage gegen Henstedt-Ulzburg. Doch der Aufsteiger aus der nördlich von Hamburg gelegenen Kleinstadt hat bisher einen starken Eindruck hinterlassen. Die Niederlagen der Wolfsburgerinnen gegen Duisburg und Cloppenburg erfolgten hingegen gegen aktuelle Spitzenteams der 2.FBL Nord und sollten daher nicht zwingend als Maßstab für die Begegnung gegen den SVM hergehalten werden.

Auch der direkte Vergleich vermag keinen Favoriten ausfindig zu machen. Die Statistik weist bei bisher vier Begegnungen jeweils einen Sieg sowie zwei Unentschieden aus.

Die Länderspielpause des vergangenen Wochenendes nutzte Cheftrainer Tommy Stroot zu ergänzenden Trainingseinheiten, in die auch Testspiele gegen die Oberliga-Frauen des SVM und das männliche U15-Team mit eingebunden wurden. „Wir haben in den Einheiten der letzten Woche Wert auf große Spielformen und möglichst freies Spiel gelegt. Die Spielerinnen sollten bewusst eigene Lösungen und Spielideen entwickeln. In dieser Woche erfolgte naturgemäß die fokussierte Vorbereitung auf das Spiel gegen Wolfsburg. Unsere Aufgabe dort wird es sein, den Gastgeber möglichst früh am Fußballspielen zu hindern. Viele Spielerinnen beider Teams kennen sich aus den Auswahl-/Juniorinnennationalmannschaften, daher mag in gewissem Maße Derbycharakter herrschen“, gibt Stroot auch den Hinweis, sich nicht von der Tabellensituation blenden lassen zu wollen.

Beim SV Meppen weiterhin fehlen werden Amelie Kröger und Rahel Mehring. Zumindest erstere ist wieder ins Lauftraining eingestiegen und soll in Kürze wieder zur Mannschaft stoßen.

Im Falle eines Erfolges würde der SV Meppen womöglich als großer Gewinner aus diesem Spieltage hervorgehen können, da die unmittelbaren Konkurrentinnen in direkten Vergleichen aufeinandertreffen. So werden sich neben dem MSV Duisburg (aktuell Tabellenführer) und dem FSV Gütersloh 2009 (4ter) – dieses Spiel findet bereits am Freitag statt – auch Cloppenburg (3ter) und der SV Henstedt-Ulzburg (5ter) die Punkte streitig machen.

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