2. FBL - Niederlage gegen Bremen gut verdaut

Fokus liegt auf dem Bramfelder SV

Die SVM-Frauen haben am Mittwochabend ihr Ligaspiel gegen den SV Werder Bremen mit 0-3 verloren. Trotz guter Ansätze gab es auf Platz 11 des Weserstadions nichts zu holen. Die Aufarbeitung des Spiels ist umgehend erfolgt und das Ergebnis bereits verarbeitet. Der Fokus liegt jetzt auf Spiel 3 binnen acht Tagen; am Sonntag empfangen die SVM-Frauen den Bramfelder SV in der Hänsch-Arena.

Der Erfolg in Potsdam hat Schwung für die Woche gegeben und so waren die SVM-Frauen am Mittwoch nicht ohne Ambitionen zum SV Werder Bremen aufgebrochen. Wohlwissend um die Qualität des Bundesligaabsteigers sollte die eigene Erfolgsserie von zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage nach Möglichkeit fortgeführt werden. Dass es am Ende nicht reichte, darf - neben der unbestrittenen Qualität des Gegners - derweil auch ein Stück weit mit fehlender Erfahrung/Routine und Cleverness begründet werden.

Der SV Meppen stand in der ersten Hälfte gut, störte das Bremer Aufbauspiel zunächst früh, um nach Möglichkeit deren Spielfluss zu unterbinden und eigene Akzente zu setzen. Auch in einer stärker werdenden Drangphase der Gastgeber präsentierte sich die SVM-Mannschaft zumeist sattelfest. Sollte Bremen die Lücke gefunden haben, vereitelte die derzeit konstant gut aufgelegte SVM-Torfrau Kathrin Klimas, wie in der 18. und 22. Spielminute, als sich durch Nina Lührßen und Louise Eta die besten Chancen zur Bremer Führung boten.

Meppen spielte gefällig mit, wenn auch eigene Chancen Mangelware blieben. Kein Grund somit, nach dem Seitenwechsel größere Veränderungen vorzunehmen. Doch dann wurde Meppen kalt überrascht, als Stephanie Goddard in der 48. Min. eine Hereingabe von der linken Seite abgeklärt mit der Hacke zur Bremer Führung verwandelte. Der SVM blieb davon zunächst unbeeindruckt, forcierte seine Offensivbemühungen und hätte in der 70. Minute nahezu zwingend ausgleichen müssen, als Nele Schomaker auf der halblinken Seite frei vor Werders Torfrau Lena Pauels auftauchte. Aus nahezu identischer Position hatte Schomaker am Sonntag in Potsdam das 2-0 erzielt, diesmal fand sie in Pauels ihren Meister.

Meppen vollzog kurz darauf seinen ersten Wechsel, brachte in der Offensive die frische Denise Franjkovic für Maike Berentzen. Den nächsten Torerfolg verbuchten jedoch nach 78. Min. erneut die Bremerinnen durch Cindy König auf ihrer Seite. Die Entscheidung, die vier Minuten später durch den dritten Treffer, diesmal Giovanna Hoffmann, noch einmal erhöht

wurde. Meppen haderte nach dem Schlusspfiff nur kurz, akzeptierte eine insgesamt verdiente Niederlage – die vielleicht um einen Treffer zu hoch ausgefallen ist -, um sich in der Folge dem kommenden Spiel gegen den Bramfelder SV zu widmen.

Der Aufsteiger gibt sich am Sonntag um 14 Uhr erstmalig die Ehre in der Meppener Hänsch- Arena. Die Hamburgerinnen tun sich derzeit noch schwer in der 2.FBL und rangieren mit 0 Punkten und 4:26 Toren auf dem zwölften Tabellenplatz. Die Begegnung des vergangenen Spieltages verlor Bramfeld vor eigenem Publikum mit 1:3 gegen BW Hohen Neuendorf. Das bisher beste Saisonergebnis der „BSV Fußballdeerns“, die bis zur 50. Minute gar 1-0 in Front lagen.

„Kein Grund jedoch, für uns überheblich zu werden“, so SVM-Coach Müller, der eine solche Reaktion seiner Mannschaft jedoch im Grunde auch nicht befürchten muss und sein Team trotz der zuletzt schweren sportlichen Auswärtsaufgaben in Potsdam und Bremen und der kurzen Regeneration klar in der Pflicht sieht. „Wir wollen das Spiel gewinnen, das ist doch klar. Und so werden wir auch auftreten“, so Müller, der damit gar keine zwei Meinungen aufkommen lässt. (ml)