2. FBL - SVM-Frauen gewinnen zum Saisonauftakt

Schwer erkämpfter 1-0 Erfolg über DSC Arminia Bielefeld


Erstes Spiel, erster Sieg. Die Fußballerinnen des SV Meppen sind am Sonntagnachmittag erfolgreich in die neue (Qualifikations-)Saison 2017/2018 gestartet und haben den Gast aus Bielefeld mit 1-0 bezwungen. Arminias Frauen erwiesen sich im ersten Ligaspiel dabei als der erwartet starke Gegner, scheiterten jedoch mehrmals knapp am eigenen Torerfolg. Ihren ersten Pflichtspieltreffer feierte SVM-Sommerneuzugang Shiho Shimoyamada.

Sie fieberten dem Saisonstart entgegen, Zuschauer, Verantwortliche und nicht zuletzt die Mannschaft des SV Meppen, denn lang und intensiv war sie gewesen, die Vorbereitung auf diese immens wichtige Spielzeit. Mit den Ergebnissen der Vorbereitung zeigten sich Trainerteam und sportliche Leitung sehr zufrieden und der Pokalerfolg der Vorwoche durfte als weiteres Indiz für die Qualität der Mannschaft gewertet werden. Jetzt galt es gegen Arminia Bielefeld gut in die Saison zu starten. Ein gleichfalls ambitionierter Gegner um die Qualifikation zur eingleisigen 2. Frauen- Bundesliga, der gegen den SVM in der vergangenen Spielzeit vier Punkte errang.
Die Begegnung begann verhalten, ein erstes Abtasten, hier und da geprägt von Nervosität und darauf bedacht, keine eigenen Fehler zu machen. Meppen schien dabei etwas besser in die Partie zu kommen, hatte die ersten, aber noch nicht zwingenden Möglichkeiten durch Shiho Shimoyamada und Elisa Senß. Nach einer guten Viertelstunde wurde es munterer in der Hänsch-Arena. Bielefeld deutete seine sportlichen Qualitäten an, agierte nun zielstrebiger und scheiterte nach einer guten halben Stunde das erste Mal am Aluminium des von SVM-Torfrau Emma Mühlenbrock gehüteten Gehäuses.
Doch es gelang dem SVM sich aus der Umklammerung der Gäste zu befreien und neuerliche Offensivakzente zu setzen. Fehlte es zunächst noch an Genauigkeit, spielte Elisa Senß in der 41. Minute einen mustergültigen Steilpass auf Sommerneuzugang Shimoyamada, die sich aus gut 18-20 Metern ein Herz nahm und den Ball im oberen rechten Torwinkel einschlagen ließ. Meppen erhöhte daraufhin den Druck noch einmal, blieb aber bis zum Seitenwechsel ohne weiteren Torerfolg.

Dieser sollte sich schlussendlich auch in Halbzeit zwei nicht mehr einstellen. Die Zuschauer sahen dennoch eine von weiterer Spannung geprägte zweite Hälfte, die spielerisch vielleicht nicht auf ganz hohem Niveau stattfand, aber von einem hohen Tempo lebte und beiden Teams zumindest gute Möglichkeiten für einen weiteren Treffer an diesem Nachmittag offenbarte.

Zunächst erhielt Maike Berentzen in der 56. Minute die Möglichkeit zum Ausbau der Führung. Nach einer „Billard-Stafette“ landete der Ball jedoch erneut bei Vivien Brandt. Dann war es an Annabel Jäger, den Ausgleich zu erzielen. Wenige Meter vor dem Tor stehend kam sie frei zum Kopfball, verfehlte ihr Ziel jedoch knapp.
In der Folge war wiederum der SV Meppen, der durch die sehr agile Jalila Dalaf und erneut Maike Berentzen zu Möglichkeiten kam, diese aber ungenutzt ließ. Die letzte klare Aktion lag dann erneut bei Annabel Jäger auf Seiten der Bielefelderinnen. Ihr Schuss in der 89. Spielminute wird jedoch vom Querbalken ins Toraus abgelenkt, wenigen Minuten später ist Schluss.

Was folgte, war großer Jubel beim SV Meppen über die ersten drei Saisonpunkte, deren Bedeutung SVM-Cheftrainer Roger Müller später mit dem Verweis auf das schwierige Auftaktprogramm (Bielefeld, Potsdam II, Bor. Mönchengladbach, Cloppenburg) unterstrich. Ebenso groß war die Enttäuschung auf Seiten der Gäste, die sich auch darin äußerte, dass Gästetrainer Markus Wuckel die Teilnahme an der abschließenden Pressekonferenz verweigerte.
Sei es drum, für den SVM zählen die drei Punkte, denen nach Möglichkeit bereits am kommenden Samstag weitere folgen sollen. Dann geht es zur Reserve des 1.FFC Turbine Potsdam. Kein leichtes Unterfangen, haben diese doch am Sonntag beim 2-1 Erfolg in Wolfsburg ebenfalls ein starkes Ergebnis eingefahren. (ml)