2. FBL - SVM empfängt Meister 1.FC Lübars

Ein Stück weit fühlt es sich an wie ein Neustart in die Saison, wenn die SVM-Frauen am Sonntag am 4. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga Nord auf Vorjahresmeister 1.FC Lübars treffen. Denn wenn um 11.oo Uhr in heimischer Hänsch-Arena das Spiel angepfiffen wird, ist der letzte Bundesliga-Spieltag schon gut und gerne vier Wochen alt.

Grundsätzlich ist man mit der Konstellation der Spielplangestaltung beim SV Meppen nicht ganz glücklich. Zumindest dann nicht, wenn nach einer langen und intensiven Vorbereitung bereits nach dem dritten Spieltag eine derart längere Pause auf dem Programm steht, die den Rhythmus etwas durcheinanderzubringen droht und natürlich Einfluss auf die Trainingsplangestaltung nach sich zieht.

Nun war die vermeintliche Pause jedoch – ebenso wie beim Gegner Lübars – von einer erfolgreichen Pokalbegegnung in Gütersloh im Rahmen der 2. Runde des diesjährigen DFB-Pokal der Frauen und von einem erfolgreichen Testspielsieg gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen (3-1) geprägt. Die „Pause“ als solche vermochte von Trainerteam und Mannschaft somit unter weiteren Wettkampfbedingungen äußerst positiv gestaltet werden, um nun nach einigen Tagen der Regenration den zweiten Teil der Hinrunde 2015/2016 einzuläuten.

Mit Lübars trifft der SVM auf den Vorjahresmeister, der aus strukturellen Gründen auf einen Aufstieg verzichtete. Mit Beginn dieser Saison soll der Rahmen für einen etwaigen Aufstieg in die Allianz-Frauen-Bundesliga jedoch geschaffen sein bzw. geschaffen werden. SVM-Coach Tommy Stroot erwartet daher einen bis in die Fingerspitzen motivierten Gegner, der von einer Reihe guter Einzelspielerinnen profitiert. „Mit dem 1.FC Lübars kommt eine sehr spielstarke Mannschaft in die Hänsch-Arena, die individuell gut besetzt ist, aber auch als Mannschaft intakt funktioniert.“

Lübars kommt mit der Referenz von 7 Punkten aus drei Spielen ins Emsland. Meppen steht dem kaum was nach und hat derzeit aus den Spielen gegen die beiden Bundesligaabsteiger Duisburg und Herford sowie dem Heimspiel gegen Kiel 6 Punkte auf der Habenseite.

Unter der Woche fehlten mit Rahel Mehring, Yuko Aizawa, Hilde Winters und Vanessa Rohling gleich vier Spielerinnen krankheitsbedingt, die zumindest in Teilen jedoch zum Abschlusstraining wieder auf dem Rasen erwartet werden. Zudem standen für Pia Liening-Ewert und Franziska Giesecke am vergangenen Wochenende Zusatzeinheiten auf dem Programm. Beide nahmen am Sichtungsturnier U18-Länderpokal in Duisburg teil, sind aber fit zurückgekehrt und stehen am Sonntag uneingeschränkt zur Verfügung.

Insgesamt hat sich an der Grundhaltung und Ausrichtung des jungen Meppener Teams (Durchschnittsalter 20,13 Jahre) somit weiterhin nichts geändert. „Wir wollen unsere Leistungen der letzten (Pflicht-)Spiele weiter bestätigen. Wir haben uns seit dem Saisonstart ein unheimlich großes Selbstvertrauen aufgebaut, von daher kommt mit Lübars ein weiterer sehr stark einzuschätzender Gegner zur rechten Zeit. Genau das wollen wir am Sonntag auch zeigen und uns weiter beweisen“, so der Meppener Trainer.

Unterstützung auf Ihrem Weg erfahren die Meppener Frauen am Sonntag dabei auch von hoffentlich zahlreichen Spielerinnen und Verantwortlichen der emsländischen Mädchen- und Frauenfußballteams. Diese hat die Mannschaft bereits vor einigen Tagen recht herzlich zu dem Topspiel eingeladen.

Im Emsland nehmen in der laufenden Saison 105 Frauen- und Mädchenmannschaften am Spielbetrieb teil, „dies sei eine tolle Entwicklung im Sinne des Frauenfußballs“, so Mannschaftskapitänin Sarah Schulte. Entsprechend möchte man mit der Einladung weiter auf Mädchen- und Frauenfußball im Emsland aufmerksam machen und das Thema unterstützen, als auch den vielen dort ehrenamtlich fungierenden Kräften einen Dank aussprechen. „Natürlich werben wir aber auch für Unterstützung für unser wichtiges Spiel gegen Lübars und können vielleicht so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, so Schulte schmunzelnd.