2. FBL - SVM muss nach Potsdam - ein Gegner mit hoher Qualität

Und täglich grüßt das Murmeltier. In Anlehnung an die Filmkomödie mit Schauspieler Bill Murray dürften auch die SVM-Frauen am kommenden Wochenende ein leichtes Déjà-vu verspüren, wenn sie sich erneut über die A30 und A2 auf den Weg in Richtung Bundeshauptstadt machen.

Nach dem Spiel in Hohen Neuendorf (nördlich von Berlin) am vergangenen Sonntag geht die Reise nämlich nun ins nur wenige Kilometer entfernte Potsdam, wo am Sonntag, 22. November um 11 Uhr das Spiel gegen die Bundesligareserve der „Torbienen“ ansteht.

Eine weitere Auswärtsaufgabe für unsere Frauen, die nicht weniger „kniffelig“ werden dürfte, als das Spiel gegen BW Hohen Neuendorf, dennoch unter ganz anderen Voraussetzungen steht.

Turbine Potsdam fand sich in den letzten Jahren stets im vorderen Bereich der Tabelle wieder. Dies galt sowohl für die Bundesliga-Frauen, als auch für die Reserve in der 2.FBL Nord. Aktuell treten beide Potsdamer Mannschaften mit sieben Punkten etwas auf der Stelle. Das Ganze wird bedingt durch eine höhere Verletzten-/Ausfallquote in der Bundesliga-Elf des Gastgebers. Größere Rotationen oder Abstellungen „nach oben“ beeinflussten somit auch das Potenzial und Leistungsvermögen des Reserveteams.

Dennoch und insbesondere bei einer Entspannung der personellen Situation wird der SV Meppen auf eine „qualitativ hochwertige Mannschaft“ treffen, ist sich SVM-Coach Tommy Stroot sicher. „Potsdam II ist eine mit jungen Spielerinnen gespickte Ausbildungsmannschaft. Sie werden versuchen die Dinge spielerisch zu lösen. Sie haben eine hohe Qualität und sind taktisch wie technisch sehr gut ausgebildet“, macht Stroot auch auf die Stärken des Gegners aufmerksam.

Hier begründen sich auch die Unterschiede zum letztwöchigen Gegner Hohen Neuendorf, der tiefstehend und mehr über den Kampf das Spiel bestritt und oftmals mit langen Bällen hantierte.

Die Spielweise der Potsdamer´innen sollte dem SV Meppen zwar entgegenkommen, vielleicht bieten sich aufgrund der eigenen Ausrichtung gar bessere Möglichkeiten, als gegen einen tief stehenden Gegner. Dies wird jedoch wiederum einen sehr engagierten Auftritt erfordern, um den Gegner frühzeitig zu Fehlern zu zwingen und sich bietende Gelegenheiten aggressiv und zielstrebig auszuspielen.

Dem wiederum wird die Zielsetzung der „Torbienen“ entgegenstehen, endlich gegen eines der aktuellen Topteams der Liga zu bestehen. Bereits gegen Duisburg, Cloppenburg, Gütersloh und Lübars hatte das von Thomas Kandler trainierte Team das Nachsehen. Gegen Bundesligaabsteiger Herford gab es am letzten Spieltag zumindest einen Punktgewinn.

Die Gesamtstatistik spricht für den Gastgeber, die letzten drei Aufeinandertreffen jedoch stehen bei zwei Siegen und einem Remis eher im Zeichen des SV Meppen.

Zumindest kann der SV Meppen am Sonntag variantenreich agieren. Alle Spielerinnen sind fit und stehen im Training uneingeschränkt zur Verfügung. Lediglich bei Nele Schomakers wird man aufgrund des Trainingsrückstandes kurzfristig entscheiden, ob es bereits an diesem Wochenende wieder für eine Kaderberufung reichen wird (ml).