2. FBL - SVM unterliegt in Bielefeld

Meppen unterliegt Bielefeld in einem emotionalen Spiel
 
Nach sieben Punkten aus drei Spielen haben die Frauen des SV Meppen am vergangenen Sonntag die zweite Niederlage in 2017 einstecken müssen. In einem aufopferungsvoll und bisweilen emotional geführten Spiel unterlag das Team beim DSV Arminia Bielefeld mit 2-3.
 
Das Spiel war beiderseits geprägt von sportlichen Höhen und Tiefen. Nach einer Viertelstunde schien der Führungstreffer für den Gastgeber zum Greifen nah. Doch die gut aufgelegte SVM-Torfrau Jessica Bos parierte einen von der Bielefelderin Maxi Bierker geschossenen Foulelfmeter sowie dazu deren Nachschuss. Die zuvor getroffene Elfmeterentscheidung selbst war unstrittig.
 
Als Bielefeld noch mit der vergebenen Chance zur Führung haderte, bezwang die flinke Maike Berentzen Arminen-Torfrau Ülkay Kollu. Der Führungstreffer verhalf den SVM-Frauen zu ihrer stärksten Phase in der ersten Hälfte. „In dieser Phase hätte der zweite Treffer für uns fallen müssen“, verwies die sportliche Leiterin Maria Reisinger später auf eine hochkarätige Torchance von Finja Sasse sowie eine vermeintlich weitere Chance von Maike Berentzen. Diese hatte einen formidablen Pass von Nele Schomaker erlaufen und konnte nur noch regelwidrig an einem weiteren Torerfolg gehindert werden. „Eine glasklare Notbremse“, befand nicht nur Reisinger nach Spielende, die zum Unverständnis der Meppener jedoch nur mit einer gelben Karte geahndet wurde.
 
Bielefeld besann sich in Folge seiner Stärken, brachte den SVM zum Ende der ersten Hälfe zunehmend in Bedrängnis und konnte in der 42. Minute durch Symela Ciesielska zum 1-1 ausgleichen. Noch vor dem Halbzeitpfiff vergaben die Arminen weitere gute Einschussmöglichkeiten zur Führung, nutzten ihre Chancen jedoch nach Wiederanpfiff eiskalt aus und gingen durch einen Doppelschlag von Lena Schulte und Sarah Grünheid (49. und 51. Minute) mit 3-1 in Führung.
 
Der SV Meppen reagierte – wie schon in Berlin – besonnen und konzentriert auf den Rückstand und gab mit dem Anschlusstreffer durch Katharina Prinz in der 63. Spielminute die richtige Antwort. Das Spiel – insgesamt sehr hart geführt – gewann nochmal an Spannung und Qualität, im Rahmen dessen wiederum Prinz, Berentzen, Dimitrova und Schulte die Gelegenheit zum Ausgleich oder gar zur neuerlichen Spieldrehung hatten. Schlussendlich sollte es beim 2-3 aus Meppener Sicht bleiben. Meppen hat damit seinen Platz im Mittelfeldpulk, zusammen mit den Teams aus Bielefeld, Gütersloh und Potsdam gefunden.
 
Maria Reisinger zollte ihrer Mannschaft nach dem Spiel erneut ihren Respekt für die gezeigten Leistungen. Trotz der Niederlage habe das Team nicht nur sportlich eine gute Partie abgeliefert, ihr gefiel insbesondere auch, dass sich die Mannschaft nicht von der Emotionalität der Gastgeber anstecken ließ.