4:1-Sieg in Jeddeloh - Verdient im Pokal Halbfinale

Der SV Meppen holt sich Selbstvertrauen im Ammerland. Vor 2.000 Zuschauern (darunter etwa 850 Emsländer) gewinnt das Team von Christian Neidhart am Reformationstag gegen den Regionalligisten SSV Jeddeloh überlegen und qualifiziert sich für das Halbfinale.

Der SVM kam gut in die Partie: Bereits in der 9. Minute konnte Julian von Haacke den Ball nach Vorlage von Luka Tankulic ins Tor zum Führungstreffer befördern. Nico Granatowski scheiterte nach einer Viertelstunde nur knapp. Erst nach einer halben Stunde kam der Tabellenzehnte der Regionalliga gefährlich vor das Meppener Tor. Nach einer unglücklichen Aktion von SVM-Keeper Erik Domaschkeerzielten die Ammerländer per Abstauber dann aber doch den Anschlusstreffer zum 1:1(34.) Der zum ersten Mal von Beginn in der Meppener Startelf spielende Nick Proschwitz hatte im Gegenzug die erneute Führung auf dem Fuß - traf das Leder aber nicht optimal. Halbzeit.

Cheftrainer Christian Neidhart hatte in einer ungewöhnlich kurzen Halbzeitansprache deutliche Worte gefunden. Sein Team kam mit viel mehr Tempo und Entschlossenheit aus der Kabine. Für Thilo Leugers (Oberschenkelprobleme) kam Stürmer Deniz Undav in die Partie. Nach einer zu passiven Verteidigung der Ammerländer erzielte Nico Granatowski mit einem platzierten Schuss in die untere linke Ecke die erneute Führung des SVM zum 2:1 (50.). Sieben Minuten später hatte dann auch Nick Proschwitz seinen Treffer: Der 31-Jährige ließ sich nach einer Ecke nicht zweimal bitten und sorgte für die Vorentscheidung zum 3:1 (58.).

Danach spielte eigentlich nur noch der SVM. Luka Tankulicund Marius Kleinsorge scheiterten jeweils knapp mit Pfosten- und Lattentreffern. Nach einer feinen Vorbereitung des eingewechselten Miro Born erzielte schließlich Deniz Undavden verdienten Treffer zum 4:1 Endstand (82.).

Damit hat der SV Meppen das Halbfinale im Pokalwettbewerb erreicht. Mögliche Gegner sind der SV Drochtersen/Assel, TSV Havelse und der VfL Osnabrück. Die Auslosung findet am Freitagabend (18:30 Uhr) in Barsinghausen statt. Der Niedersachsenpokal wird ab dieser Saison in zwei voneinander getrennten Wettbewerben ausgespielt. In der einen Konkurrenz (3. Liga und Regionalliga) spielen die niedersächsischen Dritt- und Viertligisten. Im anderen Wettbewerb (Amateure) starten die Klubs aus der Oberliga Niedersachsen und die Pokalsieger der vier NFV-Bezirke. Die Sieger beider Wettbewerbe qualifizieren sich für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2019/20.

Das Pokalspiel in Jeddeloh sollte Selbstvertrauen für die weiteren Spiele in der 3. Liga geben. Am Sonntag (13 Uhr) folgt zunächst das Auswärtsspiel gegen den Halleschen FC, der aktuell auf dem achten Tabellenplatz steht.

Von: Thomas Kemper