Auswärtssieg war greifbar nah

Foto: Werner Scholz

In der letzten Spielminute fiel dann doch noch der Treffer zum 1:1-Ausgleich (1:0). Ein Unentschieden der bitteren Sorte. Dennoch beendet der SV Meppen beim FSV Zwickau eine Negativserie nach zuvor vier Niederlagen.

Die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart zeigte am Sonnabend vor 3.827 Zuschauern im Stadion Zwickau viele gute Szenen. Gleich zu Beginn trat der SVM mutig und selbstbewusst auf. Schon in der 3. Spielminute verfehlte Angreifer Nick Proschwitz mit einem Absatzkick nur knapp die Führung. Fast alle guten Angriffe gingen über die Neuverpflichtung aus. Vorbereitet wurden die Vorstöße oft von Markus Ballmert und Marius Kleinsorge über die rechte Seite. Markus Ballmert spielte nach langer Verletzungspause wieder von Anfang an und überzeugte mit einer starken Leistung.

In der 25. Minute wurde es im Meppener Strafraum gefährlich als ein gut geschossener Ball knapp am Tor vorbei ging. Der SVM machte aber weiter das Spiel. In der 29. Minute konnte Nick Proschwitz per Kopf für die verdiente 1:0-Führung sorgen. Kurz vor der Pause rettete SVM-Keeper Erik Domaschke nach einen weiteren strammen FSV-Schuss gekonnt und sicherte so das 1:0 zur Halbzeit.

Erik Domaschke stand auch zu Beginn des zweiten Abschnitts im Fokus. In der 49. Minute scheiterte Lauberbach mit einem zu unplatzierten Volleyschuss aus acht Metern am Meppener Keeper, der die Kugel wegfausten konnte. Der FSV Zwickau, der vom früheren Osnabrücker Joe Enochs trainiert wird, kam nun deutlich besser ins Spiel. In der 51. Minute landete ein Kopfball der Sachsen am linken Pfosten des Meppener Gehäuses. Der SVM zeigte viel Einsatz, um die Führung zu verteidigen.

Vorne war es wieder Nick Proschwitz, der in der 61. Minute mit einem tollen Kopfball seine Torgefahr zeigte. SVM-Trainer Christian Neidhart wechselte im weiteren Verlauf aus: Für Marius Kleinsorge kam Stürmer Deniz Undav (69.), der sich gleich mit einem guten Fernschuss vorstellte. In der 76. Minute kam für Nico Granatowski der SVM-Kapitän Martin Wagner auf das Feld. Zwickau machte weiter Druck: Ein guter Kopfball flog über die Latte.

Zehn Minuten vor dem Ende der umkämpften Partie ersetzte beim SVM Janik Jesgarzewski schließlich Luka Tankulic(80.). Glück hatte Meppen als Kopfbälle von Lion Lauberbach(80.) und Ronny König (83.) das Ziel knapp verfehlten. Das Team von SVM-Cheftrainer Christian Neidhart durfte bis zur 90. Minute auf den Gewinn der drei durchaus verdienten Punkte hoffen. Dann aber traf Nico Antonitsch nach einem unglücklichen Abwehrfehler des SVM zum 1:1-Ausgleich. Abpfiff in Zwickau. Der SV Meppen bleibt mit jetzt 13 Punkten zunächst Vorletzter. Der Rückstand auf den rettenden 16. Rang beträgt nur fünf Zähler.

 

Trainer Christian Neidhart in der anschließenden Pressekonferenz: „Wir wollten heute nicht mit leeren Händen nach Hause fahren. Das haben wir geschafft. Aufgrund des späten Ausgleichs sind wir natürlich sehr enttäuscht. Wenn wir heute über außen gespielt haben, wurden wir über Proschwitz in der Mitte immer gefährlich. Mit etwas Glück macht er in der zweiten Hälfte sein zweites Tor. Zwickau hatte allerdings auch einige gute Möglichkeiten. Umso ärgerlicher war dann die Situation vor der letzten Zwickauer Ecke, die dann zum Ausgleich geführt hat.

Am kommenden Sonntag (13 Uhr) empfängt der SV Meppen in der heimischen Hänsch-Arena den SC Fortuna Köln.

Von: Thomas Kemper