DAS DERBY ALLER DERBYS

Im Derby winkt die Meisterschaft

It's Derbytime! Am Sonntag (15 Uhr) reist der SV Meppen zum VfB Oldenburg. Dabei kann Denkwürdiges geschaffen werden – denn ausgerechnet beim ewigen Rivalen winkt dem Team von Christian Neidhart die Meisterschaft.

Denn bei einem Sieg und einem gleichzeitigen Punktverlust des ETSV Weiche Flensburg wäre den Blau-Weißen die Meisterschaft bereits vier Spieltage vor Schluss endgültig nicht mehr zu nehmen. Keine Frage, dass den Huntestädtern dieses Szenario so gar nicht schmecken würde.

Letzte Saison waren es noch die Oldenburger, die lange im Titelrennen mitmischten. Doch in dieser Spielzeit kriegt die Mannschaft von Dietmar Hirsch einfach keine Konstanz in ihre Ergebnisse. 11 Siege stehen 12 Niederlagen gegenüber. Das bedeutet derzeit Platz sieben. Doch die teils schwachen Darbietungen haben auch die Zuschauer zum Teil verprellt. Gegen den FC St. Pauli kamen am letzten Wochenende nur 911 Zuschauer ins Marschwegstadion – immerhin sahen diese einen 2:0-Erfolg. Doch nach der starken letzten Spielzeit ist die diesjährige Saison den Zuschauern nur schwer vermittelbar – auch weil zahlreiche Spieler ausgetauscht wurden, eine Verbesserung aber nicht wirklich zu sehen ist.

Am Sonntag dürfte die Zuschauerzahl aber wieder deutlich in die Höhe schnellen. Sicherlich auch, weil aus dem Emsland eine Vielzahl an Anhängern sich auf den Weg machen wird. Offiziell hat der VfB 7000 Zuschauer als Ziel ausgerufen – eine ambitionierte Hoffnung.

Das letzte Highlight durften die Oldenburger wohl ausgerechnet im Hinspiel bejubeln. Denn der VfB fügte dem SVM bis heute die einzige Heimniederlage in dieser Spielzeit zu. Ein knappes 1:0 reichte Oldenburg im Oktober vor 5882 Zuschauern in der Hänsch-Arena. Daniel Franziskus brachte den VfB bereits nach fünf Minuten in Führung. Es war mehr oder minder die einzige Offensiv-Aktion der Oldenburger. Meppen rannte 85 Minuten an, ließ jedoch unzählige Chancen liegen, sodass die Gäste jubeln durften. Es war der dritte Sieg in Folge für Oldenburg gegen Meppen. Dementsprechend besteht an dieser Stelle dringend Nachholbedarf.