Defibrillatoren sollen schnelle Hilfe ermöglichen

(v.l.) André Dieker, Sarah Grulke und Herma Schnieders lassen sich von Sonja Kruithoff die Funktionsweise der Defibrillatoren erklären.
Der einstige ZDF-Sportreporter Dieter Kürten hatte vor ein paarJahren Glück im Unglück, als er in der Wiesbadener Innenstadt zusammen brach und ihm eine Passantin durch Sofortmaßnahmen das Leben rettete.

Nicht immer ist jemand vor Ort, der in der Lage ist, Erste Hilfe zu leisten. Mit dem Heimspiel gegen den VfR Aalen werden zwei Defibrillatoren zur festen Ausrüstung der Hänsch-Arena gehören. Malteser-Mitarbeiterin Sonja Kruithoff war in die Geschäftstelle des SV Meppen gekommen, um die Handhabung der beiden Geräte zu erklären. Der Umgang mit den Geräten sei sehr einfach, erzählt sie, da der Ersthelfer lediglich den akustischen Anweisungen folgen müsse, so Kruithoff. „Bei der ersten Variante klebt man die Elektroden an, der Patient defibrilliert, macht die Augen auf und ist wieder ansprechbar.“ Dann käme dieser nicht in die Schocklage. Bei der zweiten Möglichkeit bliebe er bewusstlos und müsse in die Seitenlage gebracht werden, erzählt sie den Zuhörern weiter.

„In der dritten, möglichen Situation würde ein Schock nicht funktionieren und die Wiederbelebung durch Herzdruck-Massage und Beatmung muss vorgenommen werden.“ Die Geräte könnten bis zu drei Schocks abgeben, sagt die Malteser-Frau weiter. Spätestens dann solle auch der Rettungsdienst vor Ort sein, fügt sie hinzu. Innerhalb des Geräts befindet sich ein EkG (Elektrokardiogramm), welches die Tätigkeiten des Herzens aufzeichnet. Dieses sei aber für die Ersthelfer nicht sichtbar. „Die Geräte warten sich selbst, so dass weder die Stadt noch der Verein etwas machen müssen“, zeigt sie einen weiteren Vorteil dieser neuen Geräte auf. Sei das Gerät aber benutzt worden, müssten neue Elektroden beim Hersteller angefordert werden. „Wenn irgendwann die Batterie schwach wird, gibt sie ein Signal von sich, so dass jeder weiß, dass diese ausgetauscht werden muss.“ Das dauere erfahrungsgemäß aber sehr lange, teilweise sogar einige Jahre. Lediglich sehr niedrige und Temperaturen über 50° Celcius würden die Batterien übel nehmen, deutet sie darauf hin, möglichst einen Ort zu wählen, der eine einigermaßen geschützte Umgebung biete. In der Hänsch-Arena hingen die Geräte unter der Alten Haupttribüne im Mittelgang und unter der

Neuen Haupttribüne in Richtung der Umkleidekabinen der Zweitligamannschaft der Frauen, erklärt André Dieker für den SV Meppen. Die beiden Sets enthalten ebenfalls Atemmasken, Einwegrasierer und weitere nützliche Utensilien, um schnell helfen zu können.