Enttäuschung in Halle

Foto: Werner Scholz

Aus der Überraschung wurde nichts. Der SV Meppen musste sich am Sonntag vor 6.379 Zuschauern beim Halleschen FC mit 1:2 (0:2) geschlagen geben. Damit bleibt der SVM vorerst im Tabellenkeller und belegt nach dem 14. Spieltag mit zwölf Punkten den vorletzten Tabellenplatz.

„Wir müssen sagen, dass der Sieg für Halle in Ordnung geht. Halle hat insgesamt über 90 Minuten aggressiver gespielt", sagte SVM-Trainer Christian Neidhart am Ende enttäuscht. Die Hallenser waren in der Tat das engagiertere Team. Bereits in der 14. Minute wurden sie dafür belohnt: Nach einer Flanke konnte Mathias Fetsch das Leder in das Meppener Tor befördern. Torwart Erik Domaschke war noch dran, aber der Ball sprang vom Innenpfosten in das Netz zum 1:0 für Halle.Nur zwei Minuten später konnte der SVM-Keeper mit einer Glanztat Schlimmeres verhindern.

Der SV Meppen agierte gerade zu Beginn zu harmlos. Hinzu kamen Fehler. Marco Komenda verschätzte sich bei einer weiten Flanke. Die Folge war das 2:0 in der 31. Minute durch Sebastian Mai. Kurz danach eine heikle Szene: Nach einem langen Ball stoppte der Hallenser Torwart SVM-Angreifer Deniz Undav kurz vor der Strafraumgrenze. Die Fernsehbilder liefern am Ende den Beweis: Hier hätte es eine rote Karte und Freistoß für Meppen geben müssen. Großes Pech. Kurz vor der Pause hatte Deniz Undav in aussichtsreicher Lage die Chance den Anschlusstreffer zu machen – scheiterte aber unglücklich. Halbzeit 0:2.

Christian Neidhart nahm zum Wiederanpfiff einen Wechsel vor: Deniz Undav blieb in der Kabine, für ihn kam Marius Kleinsorge. Max Wegner, der später für Thilo Leugers in die Partie kam, sollte neue Akzente nach vorn setzen. Im zweiten Abschnitt zeigte der SVM mehr Engagement. Neuzugang Nick Proschwitz glänzte mit einem Kopfball. Halles Keeper Kai Eisele lenkte den guten Ball an die Latte. Beide Mannschaften hatten jetzt in etwa gleiche Spielanteile. Viele Torchancen gab es aber weder für Halle noch für den SVM. In der Nachspielzeit traf Nick Proschwitz dann doch noch zum 1:2. Ein Tor für das Selbstbewusstsein – für diese Spiel in Halle nur leider zu spät.

Am kommenden Samstag (14 Uhr) trifft der SV Meppen in der heimischen Hänsch-Arena auf den Karlsruher SC. Nächste Gelegenheit, nötige Punkte zu holen.

Von: Thomas Kemper