Frauen-DFB-Pokal - Niederlage auf hohem Niveau

FC Bayern-Frauen werden Favoritenrolle gerecht

Den Fußballerinnen des SV Meppen ist am Sonntagnachmittag eine DFB-Pokalsensation verwehrt geblieben, das Team konnte den Platz nach der 0-4 Niederlage gegen den FC Bayern München jedoch mit erhobenem Haupt und unter Beifall der zahlreichen Zuschauer verlassen. SVM-Cheftrainer Roger Müller zollte seinem Team ebenfalls Respekt und zeigte sich stolz über die gezeigte Leistung.

Die Rollenverteilung am Sonntagnachmittag war klar: auf der einen Seite der Zweitligist und gastgebende SV Meppen, auf der anderen Seite der Deutsche Meister der Jahre 2015 und 2016 und mit Nationalspielerinnen gespickte FC Bayern München. Dennoch - und durchaus zur Überraschung des Gegners - wählte SVM-Coach Roger Müller eine offensivere Ausrichtung. Das Spiel mitgestalten, nicht hinten reinstellen lautete die Maxime. Jedoch waren Nervosität und der Respekt gegenüber den favorisierten Bayern am Anfang spürbar und auch daraus resultierte bereits in der 5. Spielminute ein Strafstoß zu Gunsten der Gäste, den Simone Laudehr souverän verwandelte. Im Anschluss daran gewann der SVM aber an Sicherheit, hielt ein ums andere Mal dagegen und ließ die eigene Qualität durchblicken.

„Die Qualität hat uns nicht überrascht, es war ein schweres Spiel für uns“, erkannte auch FCB-Trainer Thomas Wörle die Leistung der Meppenerinnen später an, die sich auch nach weiteren Treffern (41. Min. Wenninger, 57. Min. Faißt) nicht aufgaben. Insbesondere nach dem bereits vorentscheidenden 0-3 hatten die 2.381 Zuschauer den Torschrei auf ihren Lippen, als zunächst Jalila Dalaf (60. Min.) und kurz darauf Denise Franjkovic (68. Min.) aussichtsreich vor dem Bayern-Gehäuse auftauchten, jedoch an Bayerns finnischer Torfrau Tinja-Riikka Korpela scheiterten.

Der vierte Treffer durch Melanie Leupolz (76. Min.) tat dem Gesamteindruck weiterhin keinen Abbruch und so durften sich die SVM-Frauen mit Abpfiff der Begegnung dem Zuschauerbeifall sicher sein. (ml)

Aufstellung SV Meppen:
Emma Mühlenbrock – Sarah Schulte – Pia Liening-Ewert – Nina Rolfes (80. Sarah Meiners) – Lynn Rahel Gismann – Lisa-Marie Weiss – Amelie Kröger (60. Denise Franjkovic ) – Shiho Shihoyamada – Elisa Senß – Henrike Juraschek (31. Thea Fullenkamp) – Jalila Dalaf