Frauen - Pokalhighlight am Sonntag gegen Werder Bremen

Die Vorfreude auf das DFB-Pokal-Achtelfinale ist riesig

SV Meppen bittet Allianz-Frauen-Bundesligisten SV Werder Bremen „zum Tanz“

Der Countdown läuft. Nur noch wenige Tage, dann werden an diesem Sonntag (14 Uhr Hänsch-Arena, Meppen) die Frauen des SV Meppen im Rahmen des DFB-Pokal-Achtelfinalspiels der Frauen den SV Werder Bremen zu Gast haben.

Die Frauen des SVM bestreiten dann zum dritten Mal binnen vier Jahren ein Achtelfinalspiel im DFB-Pokal. 2012 unterlag man dem FC Bayern München (0-4), 2013 war es der FF USV Jena, der die Pokalträume der Emsländerinnen beendete, jedoch bei dem 1-2 aus Meppener Sicht nur knapp die Oberhand behielt. Ein Viertelfinaleinzug wäre der größte Erfolg des Frauenfußballs beim SV Meppen.

Dreimal ist Bremer Recht heißt es gerne und hat sich im DFB-Pokal-Wettbewerb der Herren bereits bewahrheitet. Nur zu gerne würde der SV Meppen die Redensart am Sonntag auf sich übertragen wissen und im dritten Anlauf der jüngeren Pokalhistorie den erstmaligen Einzug in das Viertelfinale perfekt machen. Und so ganz chancenlos scheint das Umfeld die Frauen des SVM nicht zu sehen. Zu imposant sind die aktuellen sportlichen Auftritte dieser jungen Mannschaft. Und auch das Team selbst sieht dem Spiel gegen die Bremerinnen mit voller Vorfreude entgegen.

Natürlich wird – wie bereits gegen München und Jena – auch diesmal der Bundesligist die Favoritenrolle innehaben. Trotzdem sind die Vorzeichen zu dieser Partie vielleicht andere, denn beide Vereine pflegen ein gutes Verhältnis. „Man kennt sich“, weiß auch die Sportliche Leiterin Maria Reisinger knapp die Situation zu beschreiben, die jedoch keine unmittelbaren Vor- oder Nachteile erkennen lässt.

Sportlich hat man bis zu Beginn dieser Saison regelmäßig die „Klingen in der 2.FBL Nord gekreuzt“, bis der SV Werder zum Ende der vergangenen Spielzeit vom Rückzug des 1.FC Lübars profitierte und den Aufstieg in die Allianz-Frauen-Bundesliga realisierte.

Dort belegen die Bremerinnen zwar den vorletzten Tabellenplatz, haben zuletzt aber beim 2-2 in Freiburg und dem 1-1 gegen den 1.FFC Frankfurt ihr Potenzial erkennen lassen. Ein 3-1 Testspielerfolg des SVM gegen Bremen im September darf an dieser Stelle erwähnt werden, sollte aber kaum Aussagekraft für Sonntag beinhalten.

Das junge Meppener Team fiebert dem erneuten Aufeinandertreffen entgegen, hat es doch nichts zu verlieren und gefällt sich in der Außenseiterrolle. Wenn es ihnen gelingt, diese Unbekümmertheit auch am Sonntag auf den Platz zu bringen, gilt es aber ebenso unbequem und dennoch zielstrebig zu agieren. Ähnlich der vergangenen Wochen im Liga- und Pokalbetrieb, als man beim Favoriten in Gütersloh die Weichen für das Achtelfinale stellte. „Wir werden eine richtig, richtig gute Leistung an den Tag legen müssen. Dann können wir gespannt sein, was am Ende rumkommt“, fiebert auch Trainer Tommy Stroot dem Spiel entgegen.

Fehlen wird dem SV Meppen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Nele Schomakers. Hinter Amelie Kröger und Denise Franjkovic stehen weiterhin Fragezeichen. Während Amelie Kröger schon länger aufgrund einer Muskelverletzung ausfällt, hat sich Denise Franjkovic im Abschlusstraining vor dem Wolfsburg-Spiel verletzt. Ihre Einsatzmöglichkeit wird sich erst zum Wochenende entscheiden.

Die Spielvorbereitung unterschied sich in dieser Woche hingegen nicht großartig von den Vorbereitungen im Ligabetrieb. Der Wochenanfang stand im Zeichen der Regeneration und Verletzungsprofilaxe. Mit den weiteren Einheiten stieg auch die inhaltliche Fokussierung auf das Spiel. Lediglich das Elfmeterschießen nahm Tommy Stroot mit ins Programm.

Einiges an Unterstützung erfährt das Team auf den Zuschauerrängen auch von Schülern und Vereinsspielern/-spielerinnen der Region. Diese haben bereits auf das Angebot des Vereins für Gruppenkarten im Vorverkauf reagiert und wollen den SVM am Sonntag dabei unterstützen, die Hänsch-Arena eine „Festung“ für die Mannschaft bleiben zu lassen. Lediglich eine Niederlage haben die Frauen in 2015 in ihrer Heimspielstätte hinnehmen müssen, daran soll sich möglichst nichts ändern.