Havelse vor der Brust - Samstag Spitzenspiel in der Hänsch Arena

Angstgegner gastiert in Meppen

Nein, zu den Lieblingsgegner des SV Meppen gehört der TSV Havelse nun wirklich nicht. Gegen kaum eine andere Mannschaft ist die Bilanz der Blau-Weißen in der Regionalliga Nord so schlecht. Das soll sich am Samstag im Heimspiel gegen den Tabellendritten ändern. Anstoß ist um 16 Uhr.

15-mal standen sich die beiden Mannschaft seit der Saison 2008/2009 gegenüber. Doch nur zwei Partien konnten der SVM für sich entscheiden. Neben einem Auswärtssieg im April 2012 gab es im November 2014 noch einen knappen 4:3-Sieg im heimischem Stadion. Die Garbsener behielten dagegen gleich achtmal die Oberhand.

Es wird also Zeit, die Bilanz zu verbessern. Immerhin ist die Partie an diesem Wochenende ein echtes Spitzenspiel – trifft doch der Spitzenreiter auf den Tabellendritten. Wie so oft in den vergangenen Jahren spielt der TSV trotz geringer Mittel eine starke Saison und gehört zu den konstantesten Teams der Liga. Erst viermal verlor das Team von Alexander Kiene in dieser Saison – das sind genauso viele Niederlagen wie der SVM auf dem Konto stehen hat. Gleich elf Punkteteilungen sorgen aber für den Rückstand von 16 Punkten auf Platz eins. Am letzten Spieltag setzte es zudem eine überraschende 0:1-Pleite gegen die Reserve von Eintracht Braunschweig.

Dabei verlor Havelse nicht nur das Spiel – sondern auch die komplette Innenverteidigung. Denn während Tobias Holm aufgrund einer Tätlichkeit vom Platz gestellt wurde, fehlt auch Kollege Tobias Fölster aufgrund seiner fünften Gelben Karte in Meppen. Kiene ist also zur Umstellung gezwungen. Derweil kann Meppens Trainer Christian Neidhart wieder auf Jovan Vidovic zurückgreifen, dessen Gelbsperre abgesessen ist.

Eine besondere Note bekommt die Partie auch noch durch das Duell der beiden besten Torjäger der Liga. Meppens Benjamin Girth führt gemeinsam mit Havelses Deniz Undav die Torschützenliste der Liga an. Beide trafen bereits 15-mal in dieser Spielzeit. Im Hinspiel gingen allerdings beide leer aus, Undav sah sogar die Rote Karte. Mit einem 2:2-Unentschieden endete die Partie damals. Marius Kleinsorge hatte den SVM vor 757 Zuschauern im Wilhelm-Langrehr-Stadion in der ersten Hälfte in Führung gebracht. Doch ein Doppelschlag binnen 120 Sekunden durch Agit-Cetin Erbek und Daniel Kofi Kyereh brachte plötzlich den TSV auf die Siegerstraße. In der turbulenten und hitzigen Schlussphase wurde zunächst einem regelkonformen Vidovic-Treffer die Anerkennung verweigert, ehe Mirco Born kurz vor dem Abpfiff doch noch der Ausgleich gelang.

Vor heimischem Publikum soll aber nun endlich wieder ein Sieg herausspringen, nachdem die Meppener zuletzt zweimal in Folge sieglos blieben. Doch die Leistung in der Vorwoche gegen den VfL Wolfsburg II war bereits ein klarer Fingerzeit in die richtige Richtung.