Inklusion großes Thema beim SV Meppen

Im Mai 2016 ging es auch beim damaligen Regionalligisten los, eine Fußballmannschaft aufzubauen, in der sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderungen zusammen die Kugel jagen, die Millionen Menschen quer über den ganzen Erdball verbindet.

Dabei geht es in vorderster Linie nicht um den sportlichen Erfolg, Punkte und Tordifferenzen zählen da nicht wirklich. Angesiedelt ist das Projekt 'Indus-Inklusion durch Sport im Emsland' beim Kreissportbund, der hier alle Fäden in der Hand hält.

Nach einigen Trainingseinheiten dauerte es dann aber doch bis zum April des Jahres, bis der lang herbeigesehnte Ligabetrieb in Angriff genommen werden konnte. Im Haus des Sports in Sögel wurde für die zweigleisige Emslandliga der Anpfiff erteilt, so dass es endlich losgehen konnte.

Martin Wagner und Thilo Leugers stehen als Paten für die Indusmannschaften, bei denen der heutige Drittligist selbst eine Mannschaft stellt. Übrigens können Kinder zwischen dem 6. und dem 13. Lebensjahr für eine Indusmannschaft gemeldet werden.

Der erste Indusspieltag ging dann bei Olympia Laxten über die Bühne. Hier liefen Mannschaften von JFV Haselünne, Olympia Laxten, SF Schwefingen, Blau-Weiß Papenburg, SV Meppen, TuS Haren und ASV Altenlingen auf.

Übrigens wird beim Indus-Fußball nur einmal über 15 Minuten gespielt und, im Gegensatz zu den Profis, darf beliebig oft gewechselt werden.

Interessant auch der absolute Fairplay-Gedanke, bei dem es tatsächlich nicht um viel erzielte Tore geht. Am Ende einer Begegnung wird diese bei einem Sieg lediglich mit 1:0 gewertet. Und bei einer Punktgleichheit landen die Mannschaften allesamt auf demselben Tabellenplatz. Indus macht es möglich!

Auch aus diesem Grund verzichten wir an dieser Stelle ganz bewusst darauf, Siege, Tore oder Tabellen zu veröffentlichen. Nun wurde auch Vertretern des SVM die 'Indus-Tafel' überreicht, welche den Blau-Weißen attestiert, sich im Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen zu engagieren.

KSB-Präsident Michael Koop und Hubert Börger, Vorsitzender des Niedersächsischen Fußballverbands e.V., Kreis Emsland, waren in die Hänsch-Arena gekommen, um die Tafel an SVM-Vorstandsmitglied Heiner Beckmann und die gesamte Indus-Mannschaft zu übergeben.

Alle drei hoben hervor, wie wichtig die tägliche Integration von Menschen sei, die mit seelischen oder körperlichen Behinderungen leben müssten. Nur so könne das Miteinander aller funktionieren. Hubert Börger hob hervor, dass der Fußball es weltweit schaffe, Menschen aller Kulturen, Hautfarben oder Religionen zu verbinden. Ein weiteres Glied in der Kette des Miteinanders sei der Indus-Fußball im Emsland.