JLZ teilt mit: Verbesserter Übergang zum Seniorenbereich

Die Entwicklung im Jungendleistungszentrum (JLZ) Emsland wird von unterschiedlichen Gremien eng begleitet und immer wieder einer kritischen Revision unterzogen. Hierzu gehören die Arbeitsgruppe der emsländischen Vereine und dem JLZ Emsland (AG JLZ/EV) sowie der Wirtschaftsbeirat des JLZ. In diversen Besprechungen in diesen Gremien wurde häufig der zu schwierige Übergang für die Jugendspieler und -spielerinnen vom Jugend- in den Senioren- bzw. Seniorinnenbereich hervorgehoben. Die fußballerische Ausbildung der Spielerinnen und Spieler ist zu diesem Zeitpunkt bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Im Senioren- und Seniorinnenbereich steht der ergebnisorientierte Fußball häufig zu sehr im Vordergrund, so dass der Feinschliff in der Ausbildung der Talente zu kurz kommt.

Ein weiteres Problem besteht in dem schulischen bzw. beruflichen Umbruch in dieser Phase. Die Aufnahme eines Studiums bzw. der Beginn oder die Fortführung einer Ausbildung fordern ein Großteil der Konzentration der Spielerinnen und Spieler.

Beginnend ab der nächsten Saison ergreift das JLZ nun in Absprache mit den zuvor genannten Gremien ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um diesen Übergang zu vereinfachen. So werden Spielerinnen und Spieler im Rahmen der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt. Hier sind die vielen Kontakte zu Firmen des Wirtschaftsverbandes Emsland e.V. sehr hilfreich. Eine vergleichbare Unterstützung sollen die jungen Fußballerinnen und Fußballer bei der Suche nach Praktika bis hin zu Möglichkeiten von dualen Studiengängen erhalten.

Zudem sollen Talente, die ihre schulische Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben, durch eine Kooperation mit dem Gymnasium Marianum Gelegenheit erhalten, in der Mensa zu essen sowie Schularbeiten zu erledigen. Auf diese Weise können sie die Zeit zwischen der Schulzeit und dem Training effektiv nutzen.

Ein weiterer Schritt besteht im Ausbau des JLZ um jeweils ein zusätzliches Nachwuchsteam für die Fußballerinnen und Fußballer. In diesen Teams soll die fußballerische Ausbildung fortgeführt und die Talente weiter gefördert werden, um sie letztendlich optimal auf möglichst hochklassigen Fußball vorzubereiten. Es ist das Ziel, dass die beiden Teams fast ausschließlich aus sehr jungen Spielerinnen und Spielern bestehen, die dem Jugendbereich des JLZ entwachsen sind. Lediglich wenige Korsettstangen sollen mit erfahrenen Spielern besetzt werden, um die jungen Talente auch während des Spiels führen zu können. Der Anteil an sehr jungen Spielern und Spielerinnen soll nach einem Übergangsjahr sukzessive erhöht werden.

Die fußballerische Ausbildung steht bei den beiden Nachwuchsteams eindeutig im Vordergrund. So ist geplant, ein speziell hierauf abgestimmtes Ausbildungskonzept noch in diesem Jahr vorzustellen. Konsequenter Weise werden die Teams der sportlichen Leiterin Juniorinnen Maria Reisinger sowie dem sportlichen Leiter Junioren Alo Weusthoff unterstellt und aus dem Seniorinnen- und Seniorenbereich des SV Meppen ausgegliedert.

Ein wichtiger Effekt dieser Maßnahme ist, dass sich die Fußballerinnen und Fußballer in ihrer gewohnten Umgebung weiterentwickeln können, ohne die Schule oder den Ausbildungs-, Praktikums- bzw. Studienplatz wechseln zu müssen.

Die Vielzahl der zuvor genannten Maßnahmen mit der AG JLZ/EV sowie dem Wirtschaftsbeirat abgestimmt und wird mit dem Lenkungsausschuss detaillierter ausgeplant.Die zusätzlichen Kosten werden von JLZ-Partnern und Unterstützer einschließlich dem SV Meppen getragen

Alle Verantwortlichen erwarten von diesen Maßnahmen, dass die jungen Talente in diesem professionel- len Umfeld noch besser gefördert werden können und ihr Übergang in den Seniorinnen- und Senioren- bereich nach einer Übergangsphase weitaus erfolgreicher gestaltet werden kann. Aber auch die koope- rierenden emsländischen Vereine erhoffen sich noch besser ausgebildete Fußballerinnen und Fußballer, die sie in ihre Teams integrieren können.