Mit Glück und Geschick Punkt geholt

Foto: W. Scholz

Der SV Meppen erreicht am Montagabend in einer packenden Partie bei der abstiegsbedrohten Fortuna aus Köln noch ein 1:1 (0:1). Die Domstädter vergaben dabei zahlreiche Chancen. Der SVM hatte das große Ziel Klassenerhalt schon vor dem Spiel erreicht.

Das Team von Christian Neidhart kam schwer in die Partie. Nach sechs Minuten rettete Marco Komenda im Strafraum gegen Sebastian Schiek. Nur zwei Minuten später vergab der Ex-Meppener Thomas Bröker frei vor SVM-Keeper Erik Domaschke. Nick Proschwitz glänzte mit einem schönen Freistoß (39.) Auch Nico Granatowski hatte für den SVM mit einem abgefälschten Kopfball die Chance zum Führungstor. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte nutzte der Fortune Sebastian Schiek eine Unachtsamkeit und verwandelte zur 1:0-Führung der Kölner.

In der zweiten Hälfte erhöhte der SV Meppen den Druck und kombinierte sicherer. Doch die Kölner kamen immer wieder schnell nach vorn und erarbeiteten sich eine Vielzahl an klaren Chancen, die sie aber nicht nutzen konnten. Aber auch die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart kam zu Torgelegenheiten: Janik Jesgarzewskis Flachschuss ging knapp vorbei (57.). Auf der anderen Seite parierte Erik Domaschke stark gegen Michael Eberwein (60.).

Dann die kalte Dusche für die Fortuna: Torwart Nikolai Rehnen hielt die eigentlich ungefährliche Flanke von Nico Granatowski nicht fest und drückte beim Rettungsversuch das Leder unglücklich selbst über die Linie - 1:1 (70.). Die Fortuna kämpfte. Doch Thomas Bröker verpasste erneut freistehend, und Michael Eberwein konnte sich ebenfalls nicht gegen den starken SVM-Torwart Erik Domaschkedurchsetzen. Verzweiflung ob der vielen vergebenen Chancen machte sich bei den Kölner Anhängern breit.

Zum Ende hatte der eingewechselte Deniz Undav noch Gelegenheit für den SVM den Führungstreffer zu erzielen. Doch den Ball parierte Pechvogel Rehnen sehenswert (89.).

SVM-Cheftrainer Christian Neidhart nach dem Spiel: „Wir haben heute ein neues System ausprobiert und mit einer Dreierkette begonnen. Zu Beginn haben wir viel zu viele Möglichkeiten der Fortuna zugelassen. Köln macht die Tore nicht aus ihren Chancen, das müssen sie sich vorwerfen. Zum Ende raus können wir das Spiel sogar noch gewinnen, da wir noch ein oder zwei späte Chancen hatten. Wir können insgesamt zufrieden sein.“

Von: Thomas Kemper