Mit Weitsicht nach Wiesbaden

Soll vorne wieder für den nötigen Druck sorgen: Nico Granatowski

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Am morgigen Samstag (14 Uhr) trifft der SV Meppen im Auswärtsspiel auf den SV Wehen Wiesbaden. SVM-Trainer Christian Neidhart setzt vor allem auf Teamgeist. Dabei verfolgt er konsequent eine langfristige Strategie, die am Ende zum Erfolg in der 3. Liga führen soll.

Der SV Meppen und Wehen Wiesbaden fuhren in dieser Saison bisher erst einen Sieg ein. Die Kontrahenten liegen in der Tabelle beinahe gleichauf. Lediglich ein Zähler trennt die Teams. Aktuell steht der SVM auf Platz 17 - und damit knapp vor Wiesbaden.

Christian Neidhart ist sehr zuversichtlich, dass Nico Granatowski wieder in die Mannschaft zurückkehrt. Im letzten Heimspiel gegen Hansa Rostock musste der Leistungsträger schon nach 27 Minuten ausgewechselt werden. Allerdings haben sich die Befürchtungen, es könnte sich um einen weiteren Langzeitverletzten handeln, nicht bewahrheitet. Aktuell beklagt der SVM mit Fabian Senninger, Marcel Gebers und Luka Tankulic drei verletzte Spieler, die weiterhin nicht zur Verfügung stehen.

„Natürlich ist das enorme Verletzungspech auch bei weiteren Spielern im Team, das uns ja teilweise schon in der Vorbereitungsphase der Saison getroffen hat, eine schwere Last für uns“, erklärt der Trainer. Daraus resultierend könnten einige Stammkräfte aus verständlichen Gründen auch noch nicht 100 Prozent ihrer gewohnten Leistung abrufen. „Wir müssen hier ganz individuell und mit Weitsicht agieren“, erklärt Neidhart.

Als Beispiel fügt er hier auch Stürmer Mirco Born an. Nach grandiosen Leistungen in der Aufstiegssaison wechselte Born von Meppen in die 2. Liga nach Sandhausen. Eine Verletzung stoppte den starken Angreifer für ein ganzes Jahr. Danach folgten Einsätze nur für die 2. Mannschaft von Sandhausen. „Wir bauen Mirco konsequent auf und führen ihn so zur alten Stärke“, sagt Christian Neidhart. Auch Rechtsverteidiger Markus Ballmert hatte bereits in der Vorbereitung mit den Folgen einer Verletzung zu kämpfen. Auch er solle schnellstmöglich wieder in die Stammelf zurückkehren.

Die wichtige Spielpraxis sollen beide zusätzlich auch in der zweiten Mannschaft bekommen. „90 Minuten im Wettkampfmodus bringen mehr, als nur Kurzeinsätze nach langen Auswärtsfahrten“, erklärt der Trainer. Gerade mit Blick auf das anspruchsvolle Restprogramm in Liga Drei sei dies der richtige Weg. „Alle wissen das, und ziehen hier vorbildlich mit“, lobt Christian Neidhart ausdrücklich die Einstellung seiner Spieler.

Inklusive Pokal stehen allein bis zur Winterpause noch 14 Pflichtspiele auf dem Zettel. Nach dem Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenführer aus Unterhachingen (22. September), folgt eine weitere „englische Woche“ mit Gegnern wie Würzburg und Braunschweig. Daher sei es wichtig, als Team breit aufgestellt zu sein. „Hier müssen wir sicher in der Aufstellung gelegentlich rotieren und flexibel sein“, weiß Christian Neidhart. Hochmotiviert geht es nun erstmal am Freitagmittag für die Mannschaft ins hessische Wiesbaden. „Wir freuen uns auf eine intensive Partie am morgigen Samstag. Wir wissen, was wir können“, zeigt sich der Chefcoach betont optimistisch.

Von: Thomas Kemper