SVM-Frauen unterliegen in Unterzahl gegen Turbine Potsdam

Ambitioniert waren die SVM-Frauen am Ostersonntag in den 22. Spieltag und ihre Begegnung gegen den 1.FFC Turbine Potsdam II gegangen. Am Ende unterlag die Mannschaft - gehandicapt von einer frühen roten Karte - den Gästen aus Brandenburg mit 2-5.

Meppen setzte die ersten Akzente des Spiels und erhielt bereits in der 5. Spielminute die Chance zur Führung. Sarah Schulte hatte sich ein Herz genommen und aus gut 18 Metern mal drauf gehalten. Den Abpraller konnte Potsdams Torfrau Inga Schuldt gerade noch gegen Jalila Dalaf verteidigen. Auch in der darauffolgenden Viertelstunde war Meppen einen Deut agiler, zeigte mehr Präsenz in der Offensive.

Potsdam hielt sich in dieser Phase schadlos, verteidigte geschickt und wartete auf seine Chance. Diese folgte schließlich in Spielminute 21. Nach dem ersten nennenswerten Torschuss der Gäste nutzte Sophie Weidauer die Unordnung in der Meppens Defensive und traf von halblinks zur Führung. Die Meppener Reaktion war vorbildlich. Unbeeindruckt vom Rückstand blieben die blau-weißen ihrer Linie treu, suchten ihr Heil in der Offensive und wurden nur fünf Minuten später mit dem Ausgleich belohnt. Sarah Schulte auf Linda Preuß, diese mit Flanke von rechts auf Maike Berentzen, die wiederum per Kopf aus kurzer Distanz traf.

Spielentscheidende Szene dann in der 30. Minute. SVM-Torfrau Kathrin Klimas verteidigte einen Potsdamer Angriff außerhalb des Strafraums regelwidrig. Schiedsrichterin Wiebke Schneider wertete das Eingreifen als Notbremse und verwies Klimas mit Rot des Feldes. Ein harte Entscheidung.

Henrike Juraschek musste daraufhin Charetha Okken weichen, die sich gut ins Meppener Spiel einfügte, am kurzzeitig später fallenden 1-2 und auch dem 1-3 kurz vor der Halbzeit aber machtlos war. Meppen hatte in Unterzahl auf eine Dreierkette umgestellt, brauchte ein paar Minuten zur Eingewöhnung, Potsdam nutzte diese Phase eiskalt aus.

An Aufgabe dachte dennoch niemand im Meppener Team. Entsprechend forsch kam die Müller-Elf aus der Halbzeit. Gegentreffer Nummer vier durch Dina Sophia Orschmann sollte die Entscheidung bedeuten, aber auch diesmal gelang Meppen nach fünf Minuten der Anschlusstreffer. Erneut war es an Maike Berentzen, diesen nach Zuspiel der just eingewechselten Jasmin Jabbes zu markieren. Berentzen hatte später auch einen möglichen dritten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Inga Schuldt.

Meppen betrieb in dieser Phase ein kraftraubendes Spiel, musste sich einiger Konter erwehren und nahm dann doch den fünften Gegentreffer (81. Spielminute durch Maria Prica) der Begegnung hin. Auch danach wäre ein dritter Meppener Treffer möglich gewesen.

Der Mannschaft ist an Einsatzbereitschaft und Moral daher an diesem Sonntag nichts vorzuwerfen, auch wenn die Punkte am Ende sicherlich auch verdient an den Gegner gingen. (ml)