SVM unterliegt in Hildesheim mit 0:1

Nach dem 2:2 Unentschieden vom Ostermontag gegen das Spitzenteam aus Flensburg, will der SV Meppen beim VfV Hildesheim an die Leistung gegen Flensburg anknüpfen. Dabei ist natürlich die Leistung aus der zweiten Halbzeit gemeint, denn in der ersten Hälfte fanden beide Mannschaften nicht statt. Hildesheim geht mit einem 3:0-Erfolg über Schlusslicht Schilksee in diese Partie.

Neidhart muss kurzfristig auf Schepers verzichten, auch Jens Robben, der am Montag seine 10. Gelbe Karte kassierte, ist nicht dabei. Dafür rücken Schnier und Maier in die Startelf.

In den Anfangsminuten spielt fast ausschließlich der Gastgeber. Der VfV will von vornherein deutlich machen, dass sie aus dem Abstiegsschlamassel (29 Punkte), in dem man steckt, unbedingt raus möchte. Meppen hält dagegen. Die erste dicke Chance haben dann auch die Hausherren. Langer Ball auf Golombek (18.), der frei vor Gommert auftaucht. Meppens Keeper wirft sich in den Ball und kann gerade noch retten. Diese Situation macht deutlich, wohin die Reise heute hier gehen könnte, wenn der SVM sich nicht deutlich steigert. Der ohnehin schon verletzungsgeplagte SVM muss schon in der 20. Minute reagieren. Strompen hatte sich ein paar Minuten vorher bei einer Abwehraktion verletzt, konnte erst weitermachen, aber nach ein paar Aktionen muss er raus. Ihn ersetzt der junge Ahillen (20.). Die Jungs von der Ems kommen überhaupt nicht ins Spiel und müssen die nächste heikle Situation über sich ergehen lassen. Pini vertändelt die Kugel an Schulze, der Ibekwe (27.) schickt. Dieser dringt von hablinks in den Strafraum ein und zieht aus 14 Metern ab. Die Kugel streicht nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Gommert springt an die Fünferlinie und faustet einen Eckball nach vorne. Aus 14 Metern köpft Golombek (32.) mit einer Bogenlampe über Meppens Keeper hinweg. Wagner steht aber auf der Linie und schlägt die Kugel aus der Gefahrenzone. Offensivaktionen der Meppener bislang Fehlanzeige, einzig Benni Gommert ist es zu verdanken, dass die Null steht. Kurz vor der Pause ist es aber dann soweit. Das hatte sich hier lange angekündigt. Das 1:0 für den VfV. Nach einer maßgerechten Flanke von Lange kommt Fahmy (41.) völlig frei zum Kopfball und lenkt die Kugel ins linke obere Eck zur Hildesheimer Führung. Selbst wenn man die Blau-Weiße Brille trägt, muss man anerkennen, dass diese Führung bis hierhin verdient ist.
Und so geht es dann auch mit mit diesem Rückstand in die Kabine. Hildesheim agiert, Meppen reagiert. So lässt sich die erste Hälfte in kurzen Worten beschreiben. Hier muss viel mehr kommen von den Gästen.

Anfang der zweiten Halbzeit hat dann auch der SVM mal eine gute Aktion. Born sieht den an der rechten Außenlinie startenden Jesgarzewski und bedient diesen mit einem Flankenwechsel. Die Flanke des Rechtsverteidigers an den zweiten Pfosten legt Maier per Kopf in die Mitte auf Deters (52.). Dessen Direktabnahme wird aber abgeblockt. Mitte der zweiten Halbzeit verflacht diese Partie zusehends. Meppen ist nicht in der Lage eigene gute Spielsituationen zu kreieren, aber auch den Hildesheimern fehlt die Aggressivität der ersten Halbzeit. Das Spiel findet nun zwischen den Strafräumen statt. Aber wenn es eine Mannschaft schafft, an diesem Tag gefährlich zu sein, dann die Hildesheimer. Nach einem Stellungsfehler von Vidovic läuft Hartmann (65.) auf Gommert zu. Thomas kreuzt und klärt zur Ecke. Und die hat es in sich. Die Ecke fliegt Richtung Elfmeterpunkt. Fahmys (66.) Kopfball klatscht an den linken Pfosten des Meppener Tores. Aber auch diese Situation ist keine Initialzündung für die Gäste. So dauert es bis in die Schlussphase hinein, dass Hildesheim alle Bemühungen der Meppener neutralisiert.

Am Ende ist festzuhalten, dass der Gastgeber das aktivere Team war, auch der Wille diese drei Punkte zu holen, war eher auf Hildesheimer Seite zu sehen als beim Team vom SVM. Festzuhalten ist aber auch, dass Meppen in Hildesheim gezwungenermaßen mit einer gerupften Elf auftreten musste. Das Verletzungspech in dieser Phase der Saison ist wirklich schade, dann auch, wenn man durch diese Niederlage auf den sechsten Platz in der Tabelle zurückgefallen ist, kann man wahrlich nicht von einer schlechten Saison sprechen. Doch eins ist ebenfalls Fakt: In Hildesheim hat das bessere Team gewonnen.