SVM verliert 0:2 in OL

Es hat nicht sollen sein: Beim VfB Oldenburg kassierte der SV Meppen am Sonntag auch im Rückspiel eine bittere Derby-Niederlage. Am Ende stand aus Oldenburger Sicht ein hochverdienter 2:0-Sieg, weil der Spitzenreiter zu keinem Zeitpunkt zu seinem Spiel fand.

Ausgerechnet für das Spiel im Marschwegstadion, hob sich der designierte Meister eine der schwächsten Saisonleistungen auf. Vor der starken Kulisse von knapp 5000 Zuschauern, darunter mindestens 1000 aus dem Emsland, sahen die Zuschauer zu Beginn eine zerfahrene Partie. Oldenburg agierte von Beginn an aggressiv und leidenschaftlich und störte dadurch das Spiel der Meppener empfindsam.

Nach rund 20 Minuten konnte sich die Mannschaft von Christian Neidhart immerhin so langsam mal dem gegnerischen Tor annähern. Nach einer Flanke von der rechten Seite, probierte es Torjäger Benjamin Girth mit einem artistischen Hackentrick, sein Versuch landete jedoch auf dem Tornetz. Ansonsten kam Gefahr nach zwei Freistößten von Thilo Leugers auf, doch hier scheiterte Girth an Oldenburgs Keeper Fabian Klinkmann. Auf der Gegenseite musste Jeroen Gies im Eins gegen Eins gegen Christopher Kramer sein ganzes Können aufbieten – der SVM-Schlussmann parierte stark und verhinderte vorerst die Führung der Gastgeber.

Es ging somit torlos in die Pause. Nach dem Seitenwechsel war es dann aber fast nur noch der VfB, der sich nennenswert in der Offensive zeigen konnte. Keine drei Minuten waren gespielt, als Kramer per Kopf knapp daneben zielte. Zehn Minuten später machte es der Oldenburger Stürmer im dritten Anlauf dann aber besser. Nach einem Pass in die Tiefe, war Kramer plötzlich frei durch. Kramer traf den Ball aus 18 Metern in vollem Lauf perfekt, sodass die Kugel über Gies im Netz einschlug. Jubel auf Oldenburger Seite, Entsetzen im Meppener Lager.

Neidhart reagierte auf den Rückstand, brachte mit Franky Sembolo für Patrick Posipal einen weiteren Angreifer. Aber von der Offensivstärke der Meppener war an diesem Sonntag wenig zu sehen, auch weil Oldenburg die Flügelstürmer Mirco Born und Marius Kleinsorge fast über die komplette Spielzeit abmeldete. Zwingender war weiterhin Oldenburg. Schon nach rund 70 Minuten hätte es nach einem Leugers-Handspiel im Sechzehner Strafstoß für das Heimteam geben müssen, zehn Minuten später zeigte der Unparteiische dann aber doch auf den Punkt. Gies hatte Kramer klar zu Fall gebracht, nachdem ein Rückpass von Jovan Vidovic völlig verunglückte. VfB-Kapitän Thorsten Tönnies ließ sich nicht zweimal bitten und entschied das Spiel mit seinem 2:0.

Ttotz der dürftigen Leistung zollten die Meppener Fans der Mannschaft nach dem Abpfiff ihren Respekt und bejubelten sie lautstark. Am nächsten Sonntag geht es gegen den Hamburger SV II weiter.

VfB Oldenburg: Fabian Klinkmann - Pascal Richter, Muhittin Bastürk, Henri Aalto, Leon Lingerski - Frederik Lach - Andreas Pollasch, Dino Fazlic (74. Laurel Aug), Thorsten Tönnies, Ibrahim Temin (88. Björn Hakansson) - Christopher Kramer (86. Conrad Azong)?

Trainer: Dietmar Hirsch

SV Meppen: Jeroen Gies - Janik Jesgarzewski, Dennis Geiger, Jovan Vidovic, David Vrzogic - Patrick Posipal (67. Francky Sembolo), Thilo Leugers - Martin Wagner - Marius Kleinsorge (80. Marc Schnier), Mirco Born (77. Jens Robben) - Benjamin Girth

?Trainer: Christian Neidhart

Tore: 1:0 Christopher Kramer (58.); 2:0 Thorsten Tönnies (Foulelfmeter, 81.)
Schiedsrichter/in: Axel Martin (TSG Nordholz) - Assistenten: Florian Cacalowski (TSV Semmenstedt), Bastian Mertel (SV Wittstedt)

Zuschauer: 4907 im Marschwegstadion