SVM verliert 5:2 beim TSV Havelse

Der SV Meppen verliert vor knapp 600 Zuschauern im Wilhelm-Langrehr-Stadion gegen den TSV Havelse mit 5:2. Torschützen für den SV Meppen sind Marc Schnier und Martin Wagner.

Das fängt ja gut an. Zum zweiten Mal von dieser Saison muss ein Auswärtsspiel des SVM später beginnen. Nachdem es in Hamburg (gegen St. Pauli) einen kleinen Unfall mit dem Mannschaftsbus gegeben hat, war dieses Mal der Verkehr schuld. Christian Neidhart und seine Jungs standen im Stau. So wurde die Partie in Garbsen mit 30 minütigen Verspätung angepfiffen.

In den Anfangsminuten ist nicht zu erkennen, dass die Blau-Weißen Kicker nur kurze Zeit für das Warmmachen hatten. Der SVM kommt gut ins Spiel. Freistoß für den SVM aus guter Position. Strompen (3.) führt aus und schießt knapp über das Havelser Gehäuse. Maier erkämpft auf der rechten Seite eine Ecke. Pini (9.) schießt anschließend im Sechzehner über das Tor. Dann die erste Hiobsbotschaft für den SV Meppen. Jens Robben, der auf der Sechs für defensive Ordnung sorgen soll, muss bereits in der 11. Minute verletzungsbedingt raus. Ihn ersetzt Marc Schnier.

Der Wechsel sorgt aber nur kurz für eine kleine Neuorientierungsphase. Denn auch die nächste Torchance gehört den Gästen aus dem Emsland. Freistoß SVM - Strompen bringt den Ball rein und Alawie (20.) köpft knapp neben das Tor. Wieder Alawie - Nach einer Ecke von Wagner köpft Alawie (26.) das Leder knapp am langen Pfosten vorbei.

Pech für en SV Meppen. Janik Jesgarzewski springt der Ball im Sechszehner an die Hand und der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt - Elfmeter. Marcel Kohn verwandelt für den Gastgeber. Damit wird der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, denn der SVM ist hier eigentlich das bessere Team. Havelse verlässt sich lediglich auf seine Konter, ohne aber eine echte Torgefahr auszustrahlen. Dieses Gegentor ist genauso ärgerlich wie unverdient. Doch es kommt noch schlimmer. Nach einer Ecke kann Meppen den Ball nicht richtig klären und Yannik Strunkey (42.) trifft links im Strafraum aus spitzem Winkel. Und schon steht es 2:0 für die Hausherren.

Meppen kam hier besser ins Spiel. Der glückliche Elfmeter für Havelse brachte den SV Meppen aber für kurze Zeit aus der Fassung, in diesen Momenten fällt das 2:0. Durch viele Fouls unterbindet der TSV Havelse danach das Aufbauspiel der Meppener früh, so dass diese nicht zu weiteren Chancen kamen.

Die zweite Halbzeit beginnt ganz hoffnungsvoll für den SVM, denn man trifft. Leider wird Pini (48.) zurückgepfiffen, nachdem er nach Flanke von Jesgarzewski getroffen hatte - bitter. Das hätte nochmal Hoffnung geben können. So wo in der letzten Woche, als der SVM im Heimspiel nach einer eher dürftigen ersten Halbzeit in der Zweiten das Spiel gegen Hannover noch drehen konnte. Doch heute kommt es anders.

Ein Abwehrbock führt hier zum nächsten Havelser Treffer. Undav (51.) lässt Thomas im Sechzehner aussteigen und vollendet zum 3:0. Die Havelser gehen effizient mit ihren Chancen um. Jetzt scheint das Spiel entschieden zu sein. Und auch Havelse mit Abseitstor. Undav (61.) überlupft Gommert, stand aber vorher im Abseits.

Danach geht es Schlag auf Schlag. In der 63. Minute trifft Marc Schnier (63.) für den SV Meppen. Doch die Freude währt nur kurz. Im Gegenzug bekommt Gommert (64.) eine Flanke nicht unter Kontrolle und lenkt den Ball ins eigene Tor - schon ist der Dreitoreabstand wieder hergestellt - 4:1 für den TSV Havelse.

Christian Neidhart (72.) moniert immer wieder die eher dürftige Leistung des Schiedsrichters und muss auf die Tribüne. Und es kommt noch dicker für den SV Meppen, Nach einer Flanke von der linken Seite köpft Foelster (73.) unhaltbar für Gommert ein - 5:1.

Ergebniskosmetik in der 77. Minute. Der SVM bekommt einen Elfmeter zugesprochen. Alawie verschießt doppelt, aber Wagner (77.) köpft schließlich den dritten Versuch zum 5:2 ins Tor. In der 86. Minute der nächste Schock für den SV Meppen. Mirco Born krümmt sich vor Schmerzen und muss vom Platz. Er scheint schwerer verletzt zu sein.

Somit endet der Ausflug nach Garbsen und ein Tag zu Vergessen. Erst steht das Team im Stau, dann Jens Robben schon in der 11. Minute verletzungsbedingt raus, weiter geht’s mit einem unglücklichen Handelfmeter, nachdem der SVM gut gestartet war, dann nutzen die Havelser die Konfusion im Meppener Spiel und zu guter letzt muss auch noch Mirco Born raus. Jetzt heißt es Mund abputzen und positiv in die Zukunft gehen. Nächste Woche wartet mit dem FC St. Pauli ein schlagbarer Gegner in der Hänsch-Arena. Dafür muss aber das Glück nach Meppen zurückkehren.



Gomert - Jesgarzewski - Vidovic - Alawie - Maier (74. Deters) - Wagner - Robben (11. Schnier) - Pini - Thomas - Strompen - Born (86. Suchanke)