SV Meppen gastiert bei Hannover 96

Auch wenn man sich davon traditionell noch nichts kaufen kann – den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters würden die Mannen von Christian Neidhart unzweifelhaft gerne mitnehmen. Mit einem Sieg bei der Reserve von Hannover 96 am Samstag (16 Uhr) wäre dieser Zwischenschritt geschafft.

Nach dem Zwischentief von vier Spielen ohne Sieg sind die Blau-Weißen wieder in der Erfolgsspur und feierten zuletzt zwei klar verdiente Siege in Folge, die zudem den Vorsprung in der Tabelle ausbauten. Da an diesem Wochenende die direkten Verfolger aus Lübeck und Flensburg im direkten Duell aufeinandertreffen, könnte es erneut ein Spieltag ganz nach Meppener Wunsch werden.

So einfach ist es jedoch nicht – denn da ist ja noch immer ein Gegner. Die Landeshauptstädter sind als Tabellensechster noch immer das beste Reserveteam der Liga – die jüngste Tendenz geht beim Team von Mike Barten, der die Mannschaft im Sommer übernahm, allerdings in die falsche Richtung. Waren die Hannoveraner zu Saisonbeginn noch ganz oben mit dabei und sammelten zehn Punkte aus den ersten vier Spielen, gab es in den letzten vier Partien nur noch einen weiteren Punkt zu bejubeln. Stattdessen setzte erst an diesem Montag eine klare 0:4-Pleite bei der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg.

Da an diesem Wochenende Länderspielpause ist, dürfte sich zudem eine größere Kulisse im neuen 96er-Nachwuchsstadion einfinden. Außerdem ist schwer zu sagen, mit was für einem Kader die Hannoveraner letztlich auflaufen – spielten doch schon in der Vergangenheit immer wieder Akteure mit, die auch über Erfahrung in der ersten Mannschaft verfügen. In Wolfsburg liefen Samuel Sahin-Radlinger, André Hoffmann, der zuletzt länger verletzte Noah Joel Sarenren Bazee und Valmir Sulejmani auf. Im Januar dieses Jahres verpflichteten die Hannoveraner zudem Marius Wolf für 1,5 Millionen Euro – er spielte jedoch bislang weitestgehend in der zweiten Mannschaft, wo er unter anderem auch schon in der letzten Saison in Meppen traf. Allerdings fehlte der Offensivmann zuletzt auch bei der Reserve.

Die Reisen in die Landeshauptstadt waren für Neidharts Schützlinge in der Vergangenheit in jedem Fall selten von Erfolg gekrönt. Seit dem Februar 2013 konnte der SVM nicht mehr bei den Hannoveranern gewinnen, bei der 1:3-Niederlage im Vorjahr und der 0:3-Pleite vor zwei Jahren waren die Blau-Weißen ziemlich chancenlos. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften entschied der SVM in der heimischen Hänsch-Arena aber für sich: Im April endete die turbulente Partie mit einem 4:2-Sieg.