SV Meppen sagt Becherwerfern den Kampf an

Die Euphorie nach dem 1:0- Sieg gegen den VfL Osnabrück

war riesengroß in der Region, die nach wie vor „wie ein Mann“ hinter der Mannschaft steht. Hierfür dankt der Verein allen Anhängern außerordentlich.

Was den SVM-Verantwortlichen aber großes Kopfzerbrechen bereitet, sind die unfairen Aktionen während des Spiels und danach. Schon während der Partie gegen die Lila-Weißen waren von der Alten Tribüne gefüllte Bierbecher in Richtung VfL-Trainer Joe Enochs und des Schiedsrichterassistenten geflogen. Anschließend wurden die Hasestädter von Teilen des Publikums auf der Neuen Tribüne beim Gang in den Presseraum mit Bierbechern beworfen.

Bereits direkt nach dem Spiel hatten Vorstandssprecher Andreas Kremer, Trainer Christian Neidhart und Pressesprecher Heiner Harnack bei den Gästen offiziell um Entschuldigung gebeten.

Extrem verärgert zeigt sich auch Geschäftsführer Ronald Maul, der den Werfern von Bierbechern und anderen Gegenständen jetzt mit harten Konsequenzen von seiten des Vereins droht. „Was viele nicht verstehen wollen, ist die Tatsache, dass es zum einen extrem unfair ist, zum anderen hohe Strafen durch den DFB auf den SV Meppen zukommen werden“, sagt Maul. Der Verein appelliert hiermit an alle friedlichen Zuschauer, auf die Werfer einzuwirken, bzw. diese dem SVM und/oder der Polizei zu melden.

Man arbeite hier auch sehr eng mit der Polizei zusammen, um die Werfer ausfindig zu machen, so der Geschäftsführer weiter. Rechtlich gesehen stellt ein Becherwurf übrigens den Straftatbestand der Beleidigung dar, so dass bei Ergreifung der Täter sowohl zivil- als auch strafrechtliche Konsequenzen drohen. „Hier wird dem Verein sehr stark geschadet“, macht Maul auch auf einen hohen Imageverlust für die Blau-Weißen aufmerksam.

„Der Ordnungsdienst hat übrigens die Handhabe, die Zuschauer, die sich dermaßen unfair verhalten, aus dem Stadion zu verweisen“, erklärt er weiter. Ebenso lässt die Hausordnung der Hänsch-Arena ein sofort gültiges Stadionverbot zu. Die Verantwortlichen des Vereins machen weiter deutlich, dass sämtliche Strafen, die durch den Deutschen Fußballbund ausgesprochen werden, im Verhältnis 1:1 von den auffällig gewordenen Zuschauern zurück gefordert werden. Notfalls wird dieses durch eine Zivilklage vor Gericht durchgesetzt.