Strukturelle Veränderungen im Vorstand des SV Meppen

Dieter Barlage wechselt ins JLZ - Stefan Gette neues Vorstandsmitglied


Es waren turbulente Zeiten als 2008 der Haselünner Unternehmer Dieter Barlage in den Vorstand des SV Meppen gewählt wurde. Seine Hauptaufgabe im Verein war von da an die finanzielle Situation des Vereins zu verbessern. Im Sommer diesen Jahres, wenn Barlage in das Jugendleistungszentrum Emsland (JLZ) wechselt, steht der SV Meppen auf stabilen finanziellen Füßen und das Team des Regionalligisten hat eine gute Rolle in der Liga gespielt, so viel ist jetzt schon sicher. Der 49-jährige Barlage gibt als einen der Gründe für seinen Wechsel an, dass er „einfach Lust darauf“ habe, das JLZ in der organisatorischen Struktur zu unterstützen. „Es wird keine Kompetenzbeschneidungen im JLZ geben, ich möchte mit meinen Mitteln helfen, im Hintergrund Fäden zu ziehen und das JLZ weiter nach vorne zu bringen“, so Barlage. „Wenn wir zukunftsfähig sein wollen, dann müssen wir uns breiter aufstellen“, sagt der gebürtige Cloppenburger. Gerade der Kontakt zu den umliegenden Vereinen müsse verbessert werden, damit auch die Klubs in der Region „stolz darauf sind, wenn ein junges Talent in das JLZ wechselt. Es wird eine meiner Aufgaben sein, in den Dialog mit diesen Vereinen zu treten, um jungen Spielern die bestmögliche fußballerische Ausbildung zu geben“, so Barlage. Er ergänzt: „Ja, es muss unsere Aufgabe sein, dass das JLZ abliefert, das schreibe ich mir auf meine Fahnen“. Barlage wird selbst nicht auf dem Platz stehen, dafür gebe es „genug sehr gutes Personal“, wie der Unternehmer betont, er möchte in Zukunft die Interessen des JLZ nach außen vertreten und wie er sagt, die „Stimme der Talente“ sein.
Aus dem Wechsel Barlages in das JLZ ergibt sich für den SV Meppen auch eine Chance, um den Verein breiter aufzustellen. So wird es nicht nur einen direkten Nachfolger geben, sondern die Aufgaben werden in Zukunft auf vier, anstatt drei Schultern verteilt. In Kürze rückt der Meppener Stefan Gette in den Vorstand, der momentan die 3. Mannschaft des SVM trainiert. Das allein qualifiziert den 38-Jährigen natürlich nicht für seinen neuen Posten. Gette studierte Steuerwesen in Worms, arbeitet in einer Kanzlei in Meppen und sitzt als Vorsitzender in den Aufsichtsräten von zwei renommierten Unternehmen. Der im sibirischen Omsk geborene Steuerberater ist seit 1995 in der Region und fühlt sich „als eingefleischter Emsländer“. „Erst habe ich bei den SF Schwefingen in der dritten Mannschaft im Tor gespielt, um dann in den Vorstand zu gehen, um erste Erfahrungen im Führen und Konsolidieren eines Vereins zu sammeln“, sagt der Vater von zwei Kindern (4 Jahre und 4 Monate alt). Gette, der in Meppen gebaut hat, übernahm im letzten Jahr schon den Job als Kassenprüfer beim SV Meppen, so sei der Kontakt entstanden und in den letzten Wochen intensiviert worden. „Wenn ich was mache, dann zu 100%. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe, denn auf mich wartet ein spannendes und sehr umfangreiches Feld“, gibt sich Gette bereit für den Job. Wer mit ihm spricht, spürt seine Leidenschaft, die Leidenschaft Dinge voranzutreiben. Als kommunikativer Mensch sieht er nicht nur den Bereich der Finanzen als sein Hauptaugenmerk, sondern auch das Vorantreiben der internen Dialoge und Dialogbereitschaft der Verantwortlichen, aber auch der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen im Verein. Ein Vorstandsmitglied zum Anfassen, wenn man so will.

Heinz Speet, der momentan noch im Verwaltungsrat des Vereins sitzt, wird nach der Mitgliederversammlung - voraussichtlich im November - das Vorstandsquartett komplettieren. Seit vielen Jahren begleitet Speet den Aufstieg des Frauenfussballs im Emsland. Insbesondere in seinem Heimatverein Victoria Gersten. Nachdem die Teams der Victoria zum SV Meppen gekommen sind, und zudem weitere Jugendmannschaften im JLZ geschaffen wurden, war und ist Heinz Speet somit maßgeblich daran beteiligt, diese Entwicklungsstufe des Frauenfussballs zu stabilisieren und auszubauen. Dies wird er nach seiner Wahl im Vorstand des SV Meppen machen, in dem er für die Belange des Frauenfussballs zuständig sein wird. Speet bringt dort seine langjährige Erfahrung als Geschäftsführer einer der führenden Bekleidungsunternehmen in Deutschland ein. Das Ziel wird es sein, auch weiterhin hochklassigen Fussball anzubieten und weitere Nationalspielerinnen hervorzubringen.

„Wir bedanken uns sehr bei Dieter Barlage für die geleistete Arbeit im Vorstand und wir freuen uns sehr, dass uns seine Fachkompetenz im JLZ erhalten bleibt, darüber freue ich mich sehr. Und mit den Verstärkungen Heinz Speet und Stefan Gette sind wir für die Zukunft gut gerüstet“, sagt Vorstandssprecher Andreas Kremer abschließend.