Um den Lohn der Arbeit gebracht

Wieder zeigt der SV Meppen ein starkes Spiel. Und dennoch verliert die Mannschaft von Christian Neidhart in Würzburg in letzter Sekunde (94. Minute) mit 1:2 (1:1).

Es fing an wie am vergangenen Samstag gegen die SpVggUnterhaching: Der SVM setzte den Gegner mit tollem Angriffsspiel mächtig unter Druck. Und bereits nach fünf Minuten traf Deniz Undav zur schnellen 1:0 Führung. Ein perfekter Start. In der neunten Spielminute hätte Marius Kleinsorge bereits auf 2:0 erhöhen können. In der gesamten ersten Halbzeit waren die Meppener vor 4.512 Zuschauern das bessere Team.

Marco Komenda (41.) schoss aus vier Metern über das Kickers-Tor, Thilo Leugers' (45.) Direktabnahme nach einer Ecke parierte Würzburgs Torwart Leon Bätge stark. Und dann der erste wirklich bittere Moment: Kurz vor dem Pausenpfiff lenkte Jovan Vidovic einen Schuss von Orhan Ademi unhaltbar ab (45.+3). Das 1:1 zur Halbzeit war für die Würzburger schmeichelhaft.

Auch in der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer ein sehr engagiertes Spiel beider Mannschaften. Die Würzburger wurden stärker, doch der SV Meppen kam immer wieder zu gefährlichen Konterchancen. Nur der Torabschluss wollte wieder nicht gelingen. Es deutete alles auf ein hochverdientes Unentschieden hin.

Nach einem weiteren schnellen Gegenzug scheiterte Deniz Undav in guter Position unglücklich am Würzburger Keeper. Eigentlich wollte der Schiedsrichter nach 93 Minuten das sehenswerte Spiel beenden (3 Minuten Nachspielzeit waren angezeigt). Mit der Pfeife im Mund ließ er jedoch noch bis zur 94. Minute weiterlaufen. Dann der Schock für den SVM: Würzburgs Orhan Ademi erzielte mit einem Schuss aus rund 28 Metern der Lucky Punch zum 2:1. Ganz bitter für starke Meppener.

SVM-Trainer Christian Neidhart hatte es schwer richtige Worte zu finden: „Wir haben unsere guten Chancen nicht genutzt und uns damit im Grunde wieder selbst bestraft“, sagte er sichtlich enttäuscht.

Am kommenden Samstag (14 Uhr) empfängt der SV Meppen in der Hänsch-Arena den Tabellennachbarn Eintracht Braunschweig zum Heimspiel.

Von: Thomas Kemper