Vorbericht - Am Sonntag gegen Pauli

Fünf Spiele, fünf Siege - der SV Meppen macht in diesen Tagen richtig Laune. Gegen den FC St. Pauli II soll am Sonntag (15 Uhr) endlich wieder die 2000 Zuschauer-Marke geknackt werden.

Weil der Lüneburger SK Hansa am vergangenen Wochenende nicht über ein 1:1 beim VfV Hildesheim hinauskam, ist das Team von Christian Neidhart mittlerweile die einzige verlustpunktfreie Mannschaft in der Regionalliga Nord. In einer intensiven Partie gewann der SVM dank Joker Max Kremer mit 3:2 beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder und bestand damit die Aufgabe gegen die dicht gestaffelte gegnerische Defensive, die lange Zeit nur wenig zuließ.
Mit den Hamburgern kommt am Sonntag der Tabellensiebte in die Hänsch-Arena. Seit Sommer leitet Joachim Philipkowski die Geschicke bei der Reserve der Kiezkicker, zuvor war der 55-Jährige jahrelang für die U19 des Vereins tätig. Im Sommer fand ein Trainertausch mit dem bisherigen U23-Coach Remigius Elert statt (zum Vergleich: die U19 Paulis, in den letzten Jahren immer vorne dabei, fuhr aus den ersten vier Spielen nur einen Punkt ein). Nachdem die Paulianer im vergangenen Jahr dem Abstieg erst am letzten Spieltag von der Schippe springen konnten, glückte der Saisonstart unter Philipkowski. Zwei Siegen zum Auftakt folgten zwar zwei Niederlagen gegen Lübeck und in Havelse, doch am letzten Wochenende gelang ein 2:2 gegen Meisterfavorit VfL Wolfsburg II.
  
Zweimal konnte Pauli dabei einen Rückstand egalisieren, jeweils durch Kapitän Jan-Marc Schneider. Der Angreifer zeichnet sich bislang schon für vier der sieben Saisontore der Hamburger verantwortlich. Im Vorjahr traf der 22-Jährige immerhin neunmal. Für Torgefahr sorgt auch Nico Empen, der letzte Saison ebenfalls neun Tore erzielte und im Jahr davor Torschützenkönig in der U19-Bundesliga wurde, wo er auch mehrfach gegen den SV Meppen traf. Die Vorbereitung absolvierte Empen zudem bei den Zweitligaprofis. Auch auf Maurice Litka ist in der Offensive ein Auge zu werfen.

Die Kiezkicker bringen also - wie bei Zweitvertretungen üblich - vor allem im technisch-taktischen Bereich reichlich Qualität mit und werden sich an ihren letzten Auftritt im Emsland wohl nur ungern erinnern. Denn im April dieses Jahres gingen chancenlose Paulianer mit 0:5 unter. Am Sonntag bietet sich Pauli also die Chance zur Revanche. Auf dem Weg zum sechsten Sieg in Folge könnten sich unsere Anhänger allerdings mit Sicherheit auch mit einem knapperen Ergebnis arrangieren.