Vorbericht - SVM am Sonntag in Norderstedt

Heim-Debüt für neuen Eintracht-Trainer

Nach dem spielfreien letzten Wochenende greift der SV Meppen am kommenden Sonntag wieder ins Spielgeschehen ein. Um 14 Uhr gastiert der Tabellenführer bei Eintracht Norderstedt.

Die Hamburger durchlaufen derzeit so etwas wie die erste wirkliche Krise seit dem Regionalliga-Aufstieg im Jahr 2013, nachdem man sich schnell in der Liga etablieren konnte. Fünfmal blieb der Fusionsklub zuletzt in Folge ohne Sieg und rutschte auf den 13. Tabellenplatz ab. Zu wenig für die Vereinsführung der Norderstedter, die eine Platzierung im oberen Drittel anstreben und deshalb vor rund einanhalb Wochen den langjährigen Erfolgscoach Thomas Seeliger vor die Tür setzten. Damit endete die fast vierjährige Zusammenarbeit doch überraschend.

Mit Dirk Heyne konnte jedoch schnell ein Nachfolger präsentiert werden. Der 59-Jährige langjährige Torhüter des 1. FC Magdeburg und früherer Nationaltorwart der DDR hatte im Sommer die U19 der Norderstedter übernommen und stieg nun vermutlich schneller als erwartet auf. Das Debüt unter Heyne ging bei der Reserve des VfL Wolfsburg zwar daneben, die Leistung bei der 0:2-Niederlage war aber keineswegs schlecht.

Gegen den SVM wird Heyne nun also seine Heimpremiere feiern. Die Reise ins Edmund-Plambeck-Stadion war für die Meppener in den letzten Jahren nie eine Schöne. Denn alle drei Auswärtsspiele in Norderstedt gingen bisher verloren. Zwei Niederlagen setzte es erst in den Schlussminuten und vor zwei Jahren sah Keeper Benjamin Gommert auch noch frühzeitig eine Rote Karte.

Die Bilanz gehört also schleunigst aufgehübscht – ohnehin waren die Partien zwischen Meppen und Norderstedt in der Vergangenheit immer sehr eng und vor allem hart umkämpft. Denn die Norderstedter machten sich mit ihrer rustikalen und zugleich oftmals sehr theatralischen Spielweise in der Liga und vor allem in der Hänsch-Arena keine besonderen Freunde. Gerade ein Spieler wie Deran Töksöz – seines Zeichens offensiver Mittelfeldspieler – hat durch maßlos übertriebene Schauspieleinlagen immer wieder den Unmut auf sich gezogen. Schauspieleinlagen, die der technisch versierte Offensivmann bei bestem Willem nicht nötig hätte.

Denn zusammen mit Torjäger Jan Lüneburg oder auch Neuzugang Felix Drinkuth, der von der Reserve von Eintracht Braunschweig kam, verfügt die Eintracht gerade im Angriff über eine Menge Qualität. Rechtsaußen Jordan Brown stand letztes Jahr noch bei den Grasshoppers Zürich unter Vertrag. Umso überraschender, dass die Abteilung Attacke angesichts von zehn Toren in elf Spielen bislang noch nicht wirklich in Schwung gekommen ist.

Das sieht auf Meppener Seite im Hinblick auf 28 Saisontore natürlich ganz anders aus. Allerdings wird Neidhart seine Offensive schon wieder verändern müssen. Marius Kleinsorge fehlt gelbgesperrt. Kapitän Martin Wagner wird aufgrund einer Verletzung am Schienbeinköpfchen aus dem Havelse-Spiel ebenfalls fehlen. Nichtsdestotrotz soll nach zwei Spielen ohne Sieg in Norderstedt wieder ein Dreier her, um den Vorsprung an der Tabellenspitze weiterhin komfortabel zu halten.