Vorbericht - SVM morgen in Lüneburg

Meppen gastiert in Lüneburger
Andere Vorzeichen als im Hinspiel

Die Termine für die Relegation zur 3. Liga stehen seit dieser Woche endlich endgültig fest – so schnell wie möglich wollen die Fußballer des SV Meppen nun das Ticket für die beiden Entscheidungsspiele lösen. Am Sonntag gastieren die Blau-Weißen um 15 Uhr beim Lüneburger SK Hansa. Die Vorzeichen haben sich im Vergleich zum Hinspiel aber deutlich geändert.

Mitte September gastierte der LSK nämlich auf einem Mittwochabend in Meppen. Es war damals das mit Spannung erwartete Topspiel, nachdem der SVM mit acht Siegen startete und auch die Lüneburger einen bärenstarken Saisonstart mit 19 Zählern aus acht Partien hinlegten.

Knapp 3700 Zuschauer bereuten ihr Kommen an diesem Abend nicht. In einer hochklassigen Partie bestimmte das Team von Christian Neidhart die Partie, es ging jedoch mit einem torlosen Unentschieden in die Kabine. Unmittelbar nach Wiederanpfiff brachte Torjäger Benjamin Girth die Meppener in Führung, doch Lüneburg glich nach einer Stunde mit der einzigen Chance durch Pascal Eggert aus. Als sich alle Zuschauer nach Ablauf der 90 Minuten schon mit der ersten Punkteteilung der Saison zufrieden gaben, kam noch einmal ein letzter Ball in den Lüneburger Strafraum. Dort setzte sich Girth mit purer Willenskraft gegen seinen Gegenspieler durch und bugsierte die Kugel per Grätsche irgendwie über die Linie – die Hänsch-Arena kochte.

Es war sicher einer der denkwürdigsten Momente der an Höhepunkten alles andere als armen bisherigen Saison. Während der SVM seitdem an der Spitze einsam seine Kreise zieht, befinden sich die Lüneburger allerdings im Sinkflug. Inzwischen ist das Team von Elard Ostermann mit 30 Zählern nur noch Tabellenzwölfter. Allerdings hat der LSK auch erst 23 Partien absolviert, in große Abstiegsnöte sollte die Mannschaft eigentlich nicht mehr geraten.

Dennoch ist bereits seit Wochen der Wurm drin. Der letzte Sieg ist inzwischen acht Spiele her und datiert vom 6. November (1:0 gegen HSV 2). Insgesamt gelang nur ein Erfolg in den letzten zwölf Spielen. Unrühmlicher Tiefpunkt war sicherlich die 0:4-Klatsche bei Schlusslicht SV Eichede. Auch unter der Woche gab es im Nachholspiel gegen den ETSV Weiche Flensburg nichts zu jubeln: Lüneburg musste sich knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Dabei wurde wieder einmal das große Manko deutlich: Die Mannschaft schießt einfach zu wenig Tore. 21 Treffer in 23 Partien sind Ligatiefswert und können auch von starken 25 Gegentoren nicht dauerhaft aufgefangen werden. Drei eigene Tore aus den letzten acht Spielen sind ein katastrophaler Wert.

Solche Probleme kennen die Meppener nicht. Erst letzte Woche kehrte die Neidhart-Elf beim 2:0-Sieg über den TSV Havelse in die Erfolgsspur zurück. Spielerisch bestand zwar noch Luft nach oben, doch der harte Fight wurde gut angenommen. Dementsprechend breit sollte die Brust vor dem Auftritt in Bardowick sein, wo der SVM in den letzten Jahren zumeist gut aussah.