„Wollen tollen Abschluss abliefern!“

Im vorletzten Saisonspiel tritt der SV Meppen am heutigen Mittwochabend (01.07.2020, 19 Uhr) gegen den SC Preußen Münster an. Für Münster geht es im dramatischen Abstiegskampf um alles. SVM-Cheftrainer Christian Neidhart muss auf zahlreiche verletzte Spieler verzichten. Auch Top-Stürmer Deniz Undav wird nicht spielen. Sein Vertrag beim belgischen Zweitligisten Royale Union Saint-Gilloise gilt ab heute.

Der SV Meppen unterlag am vergangenen Sonntag dem FC Ingolstadt mit 0:2 (0:1). Eine unglückliche Niederlage, weil der SVM über weite Strecken die intensiv geführte Partie dominierte, sich aber nicht mit Toren belohnen konnte. Zwei Spieltage vor Ende der Saison steht der SV Meppen auf Tabellenplatz neun (52 Punkte). Der fünfte Platz, der derzeit zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigen würde, wird in den zwei abschließenden Spielen angesichts von sechs Punkten Rückstand und der schlechteren Tordifferenz sehr wahrscheinlich nicht mehr zu erreichen sein. Der Klassenerhalt ist allerdings längst gesichert.

Mit lediglich 39 Zählern aus 36 Partien steht Münster kurz vor dem Ende der Saison auf einem Abstiegsplatz (18.). Die Bilanz der Elf von Trainer Sascha Hildmann in Zahlen: neun Siege, zwölf Unentschieden und 15 Niederlagen. Die volle Punkteausbeute sprang für die Preußen in den letzten fünf Partien lediglich einmal heraus. In der letzten Partie bei Waldhof Mannheim kamen sie nicht über ein 0:0 hinaus. Münster muss die letzten beiden Geisterspiele gegen den SV Meppen und beim 1. FC Magdeburg gewinnen, um den Abstieg zu verhindern.

Im Kader des SV Meppen gibt es verletzungsbedingt viel Veränderung: Mit Puttkammer (Schlag auf Wadenbein), Komenda (Adduktorenbeschwerden), Ballmert (muskuläre Probleme) fällt fast die ganze Viererkette aus. Torwart Erik Domaschke kann ebenfalls nicht spielen. Dazu weiter nicht einsetzbar sind Thilo Leugers (Fersen-OP), Luka Tankulic (Aufbau nach Sprunggelenk-OP) und Nils Grevink (Muskelfaserriss) sowie Leonard Bredol (Bänderriss). Deniz Undav kann aus vertraglichen Gründen nicht mehr für uns auflaufen.

„Wenn der beste Mann, auf den unser Spiel perfekt ausgerichtet ist, nicht dabei ist, ist das ein großer Nachteil. Positiv ist, dass Valdet Rama wieder zur Verfügung steht, und uns in den letzten beiden Spielen helfen kann“, so SVM-Cheftrainer Christian Neidhart am Mittwochmorgen.

Seine Einschätzung zur Partie am Abend in Münster: „Das ist das Spiel des Jahres für Preußen Münster, weil es um den Verbleib in der Liga geht. Sie müssen gewinnen. Gleichzeitig spielen die Konkurrenten Zwickau und Chemnitz gegeneinander. Das wird im Abstiegskampf extrem spannend. Wir wollen gegenhalten und trotz der vielen Ausfälle etwas Zählbares mitnehmen. Wir lassen uns nicht hängen, sondern wollen einen tollen Abschluss abliefern – auch gegen hochmotivierte Preußen. Das ist wichtig.“

Von: Thomas Kemper