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Der SV Meppen gratuliert: Wilfried Köther wird heute 65

Uli Mentrup

Foto: Privat
Foto: Privat

Wilfried Köther ist ein echtes Meppener „Eigengewächs“. Er gehörte zum Kader, als der SVM 1979 wieder in die Amateuroberliga aufgestiegen ist. Noch erfolgreicher war er als Nachwuchs-Trainer der Blau-Weißen. Die Talente feierten unter seiner Regie Titel, Aufstiege und Pokalgewinne. Der Weg führte bis in die höchste A-Juniorenliga. „Das war richtig was“, schmunzelt Köther, der heute 65 Jahre alt wird.


Köther ist seit 1970 Mitglied beim SV Meppen. Er durchlief alle Jugendmannschaften der Blau-Weißen. Im zweiten B-Jugendjahr wurde er in die von Rainer Persike trainierte A-Jugend hochgezogen. Mit Klaus-Dieter Weinert und Hubert Koopmann rückte er 1978 in den Herrenbereich auf. Ein Jahr später wurde die Mannschaft von Trainer Hans-Dieter Schmidt Niedersachsenmeister mit sieben Punkten Vorsprung vor dem Lüneburger SK. Zum Team gehörten auch Hubert Hüring, Helmut Heuing, Bernd Kugler und Peter Höfer.


In der Aufstiegsrunde zur Amateuroberliga musste der SVM in der Gruppe dem MTV Gifhorn klar den Vortritt lassen. Aber im Entscheidungsspiel der Zweiten setzt er sich in Stade 4:1 gegen den VfR Neumünster durch und kehrte direkt wieder in die damalige dritthöchste Liga zurück.


Nach einer Saison beim TuS Lingen wurde Köther nach Bremerhaven versetzt, lief dort für die Leher Turnerschaft (LTS) auf. Er war als Spieler der Ersten auch Co-Trainer der A-Jugend. „So bin ich da reingerutscht“, erinnert er sich.



Foto: SVM
Foto: SVM

1989 kehrte Köther nach Meppen zurück und übernahm die B-Jugend, die prompt Meister wurde. Der Coach wurde zur A-Jugend befördert und erhielt einen Zweijahresvertrag. Ziel war es, die Mannschaft zusammenzuhalten und in die höchste Nachwuchs-Spielklasse aufzusteigen. 1992 wurde der Traum Realität. Erstmals in der 80-jährigen Vereinsgeschichte wurde der SVM-Nachwuchs Niedersachsenmeister. Zum Kader gehörten etwa Bernfried Wiechers, Frank Mülder, Wolfgang Hake, André Eissing, Jörg Bohnen. „Es waren Gute dabei“, sagt Köther. Einige schafften den Sprung in die „Erste“.


In der Oberliga traf der SVM auf die Jugendmannschaften von Traditionsvereinen wie dem Hamburger SV, Werder Bremen, Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. „Aber wir hatten es schwer“, stellt Köther fest. Es fehlten finanzielle Möglichkeiten „und es gab noch kein Jugendleistungszentrum“. 1994 folgte der Abstieg. Ein Spiel brannte sich ins Gedächtnis des Trainers ein. Seine Jungs durften am legendären Hamburger Rothenbaum auflaufen. Dort spielte einst Fußballidol Uwe Seeler, als die Oberliga noch die höchste deutsche Herren-Klasse war.


Das Team mit Torsten Willen, Jürgen Kremer, Markus Lammers, Jan Hüring und Co gewann noch den Niedersachsenpokal. Im Endspiel in der Landeshauptstadt führten die Emsländer bei großer Hitze nach 20 Minuten 2:0, sie siegten 2:1. Zwei weitere Male erreichte Köther mit seiner Mannschaft noch das niedersächsische Pokalfinale. 1995 und 2007 unterlag sie aber jeweils gegen den VfL Wolfsburg. „Die waren schon Vollprofis. Da konnten wir nicht mehr mithalten.“


Köther, der 1995 eine Pause einlegte, war in Meppen noch Co-Trainer unter Rainer Persike und Coach der zweiten Mannschaft. 2005 kehrte er auf Anfrage des Sportlichen Leiters Reinhold Tattermusch zum SVM-Nachwuchs zurück und führte die B-Jugend zum Klassenerhalt. 2007 folgte wieder ein Titel: Mit Spielern wie Florian Hillebrand, Leo Homann, Stefan Raming-Freesen oder Patrick Schnettberg wurde die A-Jugend überraschend Niedersachsenmeister und stieg in die Regionalliga auf, die zweithöchste Liga. 2010 war Schluss für den engagierten Trainer, der später noch einmal kurzzeitig zurückkehrte.


Köther war im Herrenbereich tätig auch beim VfL Herzlake, bei BW Papenburg, Grenzland Laarwald und Union Meppen. Unter Rainer Persike war er Co-Trainer beim TuS Lingen. Als der Verein sich vorzeitig von Persike trennte, verzichtete Köther aus Loyalität auf das ihm angebotene Amt als Cheftrainer und kündigte.

 

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